EIB: Starker Partner für MedTech

Die Europäische Investitionsbank unterstützt mit einer Kreditlinie für DMS Group und angepassten Konditionen für Medincell gezielt Unternehmen im Gesundheits- und Technologiesektor.

Eduard Altmann ·
EIB Aktie

Kurz zusammengefasst

  • 20 Millionen Euro Kredit für französische DMS Group
  • Erleichterte Bedingungen für Optionsscheine bei Medincell
  • Förderung von KI-gestützter Bildgebungstechnologie
  • Stärkung europäischer Gesundheitsprojekte seit 2006

Die Europäische Investitionsbank positioniert sich im Frühjahr 2026 als wichtiger Wachstumsgeber für europäische Gesundheitstechnologieunternehmen. Gleich zwei Transaktionen innerhalb von 24 Stunden unterstreichen diese Rolle.

Frisches Kapital für digitale Bildgebung

Das französische Unternehmen DMS Group sichert sich heute eine Kreditlinie von bis zu 20 Millionen Euro. Die Mittel, bereitgestellt über das InvestEU-Programm der EU, fließen in drei Tranchen: zunächst 4 Millionen Euro, gefolgt von 6 Millionen und abschließend 10 Millionen Euro. Die erste Auszahlung steht unmittelbar bevor, die weiteren sind an operative und regulatorische Meilensteine geknüpft.

Das Geld soll bis 2030 die Entwicklung neuer Bildgebungssysteme — darunter digitale Röntgenanlagen, Knochendensitometer und mobile OP-Lösungen mit KI-Integration — vorantreiben sowie die Produktionsstätten in Südfrankreich ausbauen. Jede Tranche ist mit der Ausgabe von Optionsscheinen verbunden. Allein die erste Tranche würde bei vollständiger Ausübung einer potenziellen Verwässerung von 4,21 Prozent des Grundkapitals entsprechen.

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Günstigere Bedingungen für Medincell

Parallel dazu hat die EIB am 26. März 2026 eine Put-Option auf rund 780.000 Optionsscheine aus dem 40-Millionen-Euro-Darlehen von 2022 an Medincell dauerhaft aufgegeben. Damit entfällt für das biopharmazeutische Unternehmen jede vertragliche Verpflichtung zur Barauszahlung dieser Scheine bei Fälligkeit — eine potenzielle Rückzahlungsbelastung, die nun vom Tisch ist.

Die überarbeiteten Konditionen sehen zudem eine sofortige Ausübbarkeit aller Scheine vor, die bislang erst fünf Jahre nach Ausgabe möglich gewesen wäre. Außerdem sind die Papiere künftig frei übertragbar. Diese neuen Bedingungen treten allerdings erst in Kraft, wenn die Aktionäre des Unternehmens — voraussichtlich bis spätestens September 2026 — zustimmen. Ohne diese Genehmigung gilt der bisherige Rahmen unverändert weiter.

Beide Transaktionen zeigen: Die EIB intensiviert ihr Engagement im europäischen Gesundheits- und Technologiesektor spürbar. Seit 2006 hat sie allein in Frankreich rund 7,4 Milliarden Euro in Gesundheitsprojekte investiert.

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