Eli Lilly Aktie: BMO legt die Latte auf 1.650 Dollar
Der Umsatz im dritten Quartal übertraf die Erwartungen; Lilly erhöhte die Umsatzprognose für 2026, während Foundayo hinter den Schätzungen blieb.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz steigt um 39 Prozent
- BMO setzt Kursziel auf 1.650 Dollar
- Umsatzprognose für 2026 deutlich angehoben
- Foundayo bleibt rund 50 Millionen zurück
Ein Quartal, das fast alles übertrifft, und ein Kursziel, das nachzieht: BMO Capital hebt die Latte für Eli Lilly von 1.400 auf 1.650 Dollar und bleibt bei „Outperform“. Die Aktie schloss zuletzt bei 1.373,70 Dollar und notiert damit knapp unter dem Rekordhoch von 1.408 Dollar.
Zahlen treiben die Kursziele
Auslöser der Anhebungen ist das dritte Quartal. Der Umsatz stieg um 39 Prozent auf 24,4 Milliarden Dollar, Analysten hatten im Schnitt mit 22,5 Milliarden gerechnet. Mounjaro steuerte 10,7 Milliarden Dollar bei, Zepbound 5,3 Milliarden. Beide Präparate übertrafen die Erwartungen.
Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie gab es eine Überraschung: Er stieg um sieben Prozent auf 7,48 Dollar, obwohl Marktteilnehmer mit einem Rückgang gerechnet hatten. Hohe Forschungskosten belasteten die Marge, am Ergebnis nagte das kaum.
Für 2026 erwartet der Konzern nun 91 bis 92 Milliarden Dollar Umsatz. Im August lag die Spanne noch bei 85 bis 87 Milliarden. Den Gewinnausblick senkte Lilly dagegen leicht auf 35 bis 36 Dollar je Aktie, weil übernommene Entwicklungsprojekte belasten.
Analysten legen nach
BMO verweist auf die Stärke im Stoffwechselgeschäft und die Prognoseanhebung. Das Medicare-Bridge-Programm und die Nachfrage außerhalb der USA erweitern aus Sicht der Bank den Markt für Abnehmmittel. Die Kursziele anderer Häuser:
- BofA Securities: 1.497 Dollar
- Wells Fargo: 1.500 Dollar
- Truist Securities: 1.612 Dollar
- BMO Capital: 1.650 Dollar
Bei Bloomberg lag das durchschnittliche Kursziel zuletzt noch bei 1.360 Dollar, die Spanne reichte von gut 900 bis 1.600 Dollar. Das Analystenbild bleibt breit gefächert, doch die jüngsten Anhebungen verschieben es nach oben.
Foundayo bleibt hinter Erwartungen
Ein Schönheitsfehler bleibt: Die Abnehmpille Foundayo erlöste 184 Millionen Dollar, rund 50 Millionen weniger als erwartet. BMO sieht dennoch erste Zugkraft. Als Beobachtungspunkte nennt die Bank Einmaleffekte im Quartal und die Preisstruktur bis 2027. Der Wettbewerb mit Novo Nordisk, das verlorene Marktanteile zurückholen will, verschärft sich zusätzlich.
Für Fantasie sorgt die Pipeline. Der experimentelle Wirkstoff Retatrutid könnte einen größeren Gewichtsverlust bieten als heutige Präparate, und auch EloraTZP zählt BMO zu den Hoffnungsträgern. Mehr Klarheit soll der Innovationstag im Dezember bringen.
Der Börsenwert liegt inzwischen bei rund 1,3 Billionen Dollar. Vorbörslich notierte die Aktie am Freitag bei 1.393 Dollar und damit 1,4 Prozent im Plus.
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