Eli Lilly Aktie: Ein bitteres Erwachen?

Schwache Verschreibungsdaten, ein enttäuschender Pil-Launch und ein Kursrückgang von fast 19 Prozent seit Jahresbeginn — Eli Lilly erlebt einen schwierigen Frühjahr. Am 30. April folgen die Quartalszahlen. Sie könnten die Richtung für die nächsten Monate vorgeben.
Foundayo und Zepbound enttäuschen den Markt
Der Kern des Problems liegt in den wöchentlichen Verschreibungsdaten. Für die Woche bis zum 17. April stiegen die Verordnungen für Novo Nordisks Wegovy, während Lillys Zepbound rückläufig war. Das Gesamtbild für das GLP-1-Portfolio — Mounjaro, Trulicity und Zepbound zusammen — bleibt mit rund 59 Prozent Marktanteil bei neuen Verschreibungen stabil. Allerdings reicht Stabilität nicht, wenn der Markt Wachstum erwartet.
Noch deutlicher fällt das Urteil bei Foundayo aus, Lillys erstem oral einzunehmendem Abnehmmittel. In seiner zweiten Woche nach dem Launch kam das Präparat auf knapp 3.700 Verschreibungen. Zum Vergleich: Das rivalisierende Pil von Novo Nordisk erreichte in seiner zweiten Woche über 18.000. Ein erheblicher Rückstand, der Fragen über die Marktakzeptanz aufwirft.
Wall Street bleibt konstruktiv — trotz Kursverfall
Die Aktie schloss den Freitag mit einem Minus von 4,7 Prozent bei 750 Euro und liegt damit rund 21 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 782 Euro ist bereits unterschritten.
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Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren — und doch hält die Analystengemeinde an ihrer positiven Einschätzung fest. Guggenheim erhöhte das Kursziel auf 1.183 US-Dollar und bestätigte „Buy“. Morgan Stanley zog das Ziel auf 1.327 Dollar nach oben und bleibt bei „Overweight“. Bernstein soll laut Berichten ebenfalls nachdrücklich für die Aktie eintreten. Die Botschaft ist klar: Wall Street sieht den Kursrückgang als übertrieben.
Quartalszahlen als Wendepunkt
Am 30. April legt Eli Lilly seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Der Konsens erwartet einen Umsatzanstieg von rund 38 Prozent auf 17,6 Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 6,87 Dollar — nach 3,34 Dollar im Vorjahreszeitraum.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar an, bei einer Non-GAAP-Marge von 46 bis 47,5 Prozent. Ob das Management diese Ziele trotz der schwachen Verschreibungsdaten bestätigt oder nach unten anpasst, wird der entscheidende Datenpunkt des Berichtstags sein. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben.
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