Eli Lilly dreht richtig auf: Gleich drei strategische Deals mit einem Gesamtvolumen von über 4 Milliarden Dollar hat der Pharmakonzern diese Woche eingefädelt – und die Börse feiert. Die Aktie kletterte erstmals über die magische Marke von 1.000 Dollar. Doch was steckt wirklich hinter dieser Milliarden-Offensive? Und welche Vision verfolgt der GLP-1-Gigant mit seinem Geldregen?
2,6 Milliarden Dollar für das Gehirn
Der größte Coup: Ein Lizenzvertrag mit dem südkoreanischen Biotech-Unternehmen ABL Bio, der bis zu 2,6 Milliarden Dollar schwer werden könnte. Lilly zahlt 40 Millionen Dollar sofort und sichert sich damit Zugang zur „Grabody-B“-Plattform – einer Technologie, die Medikamente gezielt durch die Blut-Hirn-Schranke transportieren soll.
Diese Barriere ist einer der größten Feinde der Pharmaindustrie: Viele potenzielle Wirkstoffe gegen neurologische Erkrankungen scheitern daran, überhaupt ins Gehirn zu gelangen. Sollte die Technologie funktionieren, könnte Lilly hier einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in der Behandlung von Alzheimer, Parkinson und anderen Nervenleiden erlangen. Die restlichen 2,56 Milliarden Dollar sind an Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungsmeilensteine geknüpft – plus gestaffelte Lizenzgebühren.
RNAi und Gentherapie: Zwei weitere Bausteine
Parallel dazu hat Lilly zwei weitere Partnerschaften geschmiedet. Mit SanegeneBio geht es um RNA-Interferenz-Therapien für Stoffwechselkrankheiten – Volumen: bis zu 1,2 Milliarden Dollar. Die zweite Kooperation mit MeiraGTx fokussiert sich auf Gentherapien für Augenkrankheiten und ist bis zu 475 Millionen Dollar wert, davon 75 Millionen vorab.
Was alle drei Deals gemeinsam haben: Sie zielen auf hochkomplexe Krankheitsfelder mit enormem medizinischen Bedarf – und technologisch auf Ansätze, die weit über klassische Pillen hinausgehen.
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Die Strategie: Absicherung nach dem GLP-1-Boom
Eli Lilly verdient sich derzeit eine goldene Nase mit seinen Blockbustern Mounjaro und Zepbound, zwei GLP-1-Medikamenten gegen Diabetes und Fettleibigkeit. Doch CEO David Ricks weiß: Kein Boom hält ewig. Die jüngsten Deals zeigen, dass Lilly massiv in die nächste Generation von Therapien investiert, um auch in zehn Jahren noch führend zu sein.
Bemerkenswert ist auch, dass parallel zu dieser Investitionsoffensive die Lilly Endowment – ein Großaktionär – am 12. November 305.000 Aktien für rund 308 Millionen Dollar verkaufte. Ein Routineverkauf, der jedoch zeigt, dass selbst langjährige Insider bei diesen Kursen Kasse machen.
Fazit: Vertrauen in die Zukunft
Die Börse honoriert Lillys langfristige Vision. Die Aktie durchbrach diese Woche erstmals die 1.000-Dollar-Marke – ein psychologisch wichtiger Meilenstein. Analysten bleiben weitgehend positiv gestimmt. Die Frage ist nun: Können diese frühen Investitionen tatsächlich in neue Blockbuster münden? Oder bleibt es bei teuren Forschungswetten? Klar ist: Eli Lilly spielt auf lange Sicht – und scheut dabei nicht vor Milliarden-Einsätzen zurück.
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