Eli Lilly legte ein fulminantes viertes Quartal 2025 hin. Der Umsatz schoss um 43 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar nach oben – getrieben von der anhaltend hohen Nachfrage nach den GLP-1-Abnehmpräparaten Mounjaro und Zepbound. Zeitgleich sicherte sich der Pharmakonzern durch eine Übernahme Zugang zu innovativen Zelltherapie-Technologien.
Quartalszahlen deutlich über Erwartungen
Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 7,54 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 6,67 Dollar deutlich. Auch beim Umsatz lag Eli Lilly mit 19,3 Milliarden Dollar klar über der Wall-Street-Prognose von 17,96 Milliarden Dollar.
Das Volumenwachstum von 46 Prozent wurde lediglich durch einen Preisrückgang von 5 Prozent gebremst. Der Nettogewinn kletterte im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar, der berichtete Gewinn je Aktie stieg um 51 Prozent auf 7,39 Dollar.
Die wichtigsten Kennzahlen:
- Umsatz Q4 2025: 19,3 Mrd. Dollar (+43% ggü. Vorjahr)
- Bereinigter Gewinn je Aktie: 7,54 Dollar (Erwartung: 6,67 Dollar)
- Nettogewinn: 6,6 Mrd. Dollar (+50%)
- Mounjaro-Umsatz weltweit: 7,4 Mrd. Dollar (+110%)
- Zepbound-Umsatz USA: 4,2 Mrd. Dollar (+122%)
Abnehmmedikamente als Umsatztreiber
Mounjaro generierte im vierten Quartal weltweit 7,4 Milliarden Dollar Umsatz – ein Plus von 110 Prozent. In den USA erreichten die Verkäufe 4,1 Milliarden Dollar, was trotz niedrigerer Preise einem Zuwachs von 57 Prozent entspricht. International explodierten die Erlöse förmlich: von 899 Millionen auf 3,3 Milliarden Dollar.
Zepbound, die dedizierte Adipositas-Behandlung, brachte in den USA 4,2 Milliarden Dollar ein – 122 Prozent mehr als die 1,9 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.
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Prognose 2026 schlägt Konsensschätzung
Für 2026 stellte Eli Lilly einen Umsatz zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Wachstum von rund 25 Prozent am Mittelwert und liegt über der Analystenkonsensschätzung von 77,62 Milliarden Dollar.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet das Unternehmen 33,50 bis 35,00 Dollar. Selbst die untere Grenze dieser Spanne übertrifft die Wall-Street-Schätzung von 33,23 Dollar.
Finanzvorstand Lucas Montarce wies allerdings darauf hin, dass die Preisgestaltung „das Wachstum im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich bremsen“ werde. Ursache seien die staatliche Zugangsvereinbarung für Adipositas-Medikamente, aktualisierte Direktkundenpreise und niedrigere Medicaid-Erstattungen.
Zugriff auf Zelltherapie-Technologie
Am 9. Februar 2026 gab Eli Lilly bekannt, Orna Therapeutics für bis zu 2,4 Milliarden Dollar in bar zu übernehmen. Die Transaktion verschafft Zugang zu einer zirkulären RNA-Technologie, die es Patientenzellen ermöglicht, Therapien direkt im Körper zu produzieren – ohne dass Zellen entnommen werden müssen.
Ornas führender Kandidat ORN-252 zielt auf CD19 ab und soll als CAR-T-Therapie gegen Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden. Die Akquisition unterstreicht Eli Lillys Strategie, das Geschäft über den Adipositas-Markt hinaus zu diversifizieren.
Deutlicher Vorsprung vor Novo Nordisk
Die Ergebnisse festigen Eli Lillys Dominanz im GLP-1-Markt gegenüber Konkurrent Novo Nordisk, der für 2026 mit sinkenden Umsätzen rechnet. Eli Lilly erwartet die FDA-Zulassung für die orale Abnehmpille Orforglipron im zweiten Quartal 2026, kurz darauf soll der US-Marktstart erfolgen.
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