Eli Lilly startet holprig ins neue Jahr. Die Aktie des US-Pharmariesen schloss am Montag mit einem Minus von 3,6 Prozent bei 1.041,51 Dollar – und die Belastungsfaktoren häufen sich: Konkurrent Novo Nordisk bringt seine Abnehmpille in den USA auf den Markt, Lilly selbst senkt in China die Preise für Mounjaro drastisch, und in Indiana droht ein Rechtsstreit um Insulinpreise.
Novo Nordisk zieht vorbei
Der entscheidende Trigger für die Kursschwäche: Am 5. Januar startete Novo Nordisk den Verkauf seiner oralen Wegovy-Version in den USA. Die tägliche Pille kostet 149 Dollar pro Monat im Direktverkauf, versicherte Patienten zahlen sogar nur 25 Dollar. Damit erobert der dänische Konkurrent einen wichtigen Zeitvorsprung im Markt für orale GLP-1-Präparate. Lillys eigener Kandidat Orforglipron wird frühestens im zweiten Quartal 2026 von der FDA zugelassen – ein halbes Jahr Verspätung, das teuer werden könnte.
Preiskampf in China verschärft sich
Parallel dazu bestätigte sich am Montag ein radikaler Schritt auf dem chinesischen Markt. Eli Lilly hat den Preis für die niedrigste Monatsdosis von Mounjaro auf der Plattform JD.com auf 599 Yuan gesenkt – das entspricht rund 86 Dollar und liegt fast 70 Prozent unter dem Einführungspreis von 1.758 Yuan aus dem Vorjahr. Die höchste Dosis kostet nun 1.599 Yuan. Die Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf aggressive Preisstrategien von Novo Nordisk und aufkommenden lokalen Wettbewerbern.
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Insulin-Klage belastet zusätzlich
Als drittes kam am Montag eine Klage des Generalstaatsanwalts von Indiana hinzu. Der Vorwurf: Eli Lilly habe gemeinsam mit anderen Akteuren die Insulinpreise über ein Jahrzehnt hinweg künstlich um mehr als 1.000 Prozent in die Höhe getrieben. Das Unternehmen weist die Anschuldigungen zurück und verweist auf sein 35-Dollar-Programm sowie die bereits erfolgten Preissenkungen um 70 Prozent. Dennoch: Die Klage fügt der aktuellen Schwächephase einen rechtlichen und Reputationsrisiko hinzu.
Bewertung bleibt ambitioniert
Die Marktreaktion spiegelt auch die hohe Bewertung wider. Mit einem KGV von über 51 ist Eli Lilly deutlich teurer als Novo Nordisk mit rund 15. Im dritten Quartal 2025 übertraf Lilly zwar die Erwartungen mit einem Gewinn je Aktie von 7,02 Dollar, getrieben von einem Umsatzplus bei Zepbound von 185 Prozent im Jahresvergleich. Doch die aggressiven Preissenkungen in China signalisieren, dass die Phase unbegrenzter Preissetzungsmacht im Adipositas-Segment vorbei sein könnte.
Am 5. Februar 2026 legt das Unternehmen die Zahlen für das vierte Quartal vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von rund 7,30 Dollar. Entscheidend wird sein, wie das Management den Zeitplan für Orforglipron und die Margeneffekte der China-Strategie einordnet.
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