Eli Lilly Aktie: Trendbeobachtung entscheidend

Große Vermögensverwalter erhöhen ihre Engagements bei Eli Lilly deutlich, obwohl Preissenkungen in China die Margen belasten. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahreshoch.

Kurz zusammengefasst:
  • Allspring erhöht Beteiligung um über 160 Prozent
  • Preiskampf für Abnehmspritzen in China belastet Gewinn
  • Aktie notiert nur knapp unter 52-Wochen-Hoch
  • Institutionelle halten über 80 Prozent des Freefloats

Eli Lilly steht zwischen kurzfristigem Preisdruck und langfristiger Wachstumshoffnung. In China verschärft sich der Wettbewerb um Diabetes- und Abnehmspritzen, zugleich bauen große Adressen ihre Positionen deutlich aus. Im Kern geht es darum, ob der aktuelle Gegenwind aus Asien die Zuversicht der professionellen Investoren bremst – oder ob diese bewusst über die Schwächephase hinwegsehen.

Große Adressen greifen zu

Auffällig ist derzeit vor allem die starke Aktivität institutioneller Investoren. Aus jüngsten Meldungen geht hervor, dass mehrere Vermögensverwalter ihre Engagements deutlich aufgestockt oder neu aufgebaut haben.

Eli Lilly

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Besonders ins Auge fällt Allspring Global Investments Holdings LLC. Der Asset Manager hat seine Beteiligung im dritten Quartal um 162,2 % erhöht und rund 197.000 zusätzliche Aktien erworben. Insgesamt hält Allspring nun knapp 319.000 Papiere von Eli Lilly, was einem Wert im mittleren dreistelligen Millionenbereich in US-Dollar entspricht.

Auch andere Häuser nutzen die Gelegenheit, Positionen zu vergrößern oder neu zu eröffnen:

  • Allspring Global Investments: Anteil um 162,2 % erhöht, nun rund 319.000 Aktien
  • Miracle Mile Advisors: Bestand um 7,9 % auf etwa 19.700 Aktien ausgebaut
  • Shum Financial Group: Neue Position im Volumen von rund 1,23 Mio. US-Dollar
  • Institutionelle Investoren: Halten zusammen etwa 82,5 % des Freefloats

Die hohe institutionelle Quote deutet darauf hin, dass professionelle Anleger das aktuelle Niveau eher als Einstiegs- oder Aufstockungsmöglichkeit sehen. Auffällig ist dabei, dass diese Käufe erfolgen, obwohl sich der Kurs zuletzt kaum bewegt hat.

Preiskampf in China belastet Margenfantasie

Auf der anderen Seite steht der Druck aus dem wichtigen chinesischen Markt. Dort hat Eli Lilly die Preise für das Abnehm- und Diabetes-Medikament Mounjaro (Tirzepatid) deutlich gesenkt. Hintergrund sind zunehmender Wettbewerb durch Novo Nordisks Wegovy sowie aufkommende lokale Konkurrenten.

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Die Strategie ist klar: Marktanteile in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft sichern, selbst wenn das kurzfristig auf die Margen drückt. Für Investoren stellt sich damit die Abwägung zwischen höherem Absatzvolumen und sinkendem Erlös pro Einheit. Die jüngste leichte Kursabgabe von rund 0,5 % spiegelt diese Vorsicht wider.

Kurzfristig sorgt der Preiskampf damit für Unsicherheit beim Gewinnprofil in Asien. Langfristig könnte ein gesicherter Zugang zum chinesischen Markt jedoch die Basis für weitere Wachstumsjahre im GLP‑1‑Segment legen – genau auf diese Perspektive scheinen die großen Fonds abzuzielen.

Technisches Bild und Fundamentaldaten

Charttechnisch notiert die Aktie aktuell nur minimal unter ihrem jüngsten 52‑Wochen-Hoch von 1.079,75 US‑Dollar. Mit einem Kurs von 1.074,68 US‑Dollar liegt das Papier kaum ein halbes Prozent darunter, hat sich in den vergangenen zwölf Monaten aber um mehr als 40 % verteuert. Der Abstand von gut 47 % zum 200‑Tage-Durchschnitt zeigt, wie stark der Aufwärtstrend bislang war.

Auf der fundamentalen Seite sendet Eli Lilly stabile Signale. Für das erste Quartal 2026 wurde eine Dividende von 1,73 US‑Dollar je Aktie angekündigt. Zusätzlich liegt die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2025 bei 23,00 bis 23,70 US‑Dollar je Aktie. Kombiniert mit einer Bewertung, die einem hohen, aber etablierten Premium-Multiplikator entspricht, ergibt sich damit ein klarer fundamentaler Rahmen, an dem sich viele Investoren orientieren.

Fazit: Spannungsfeld zwischen China und GLP‑1‑Story

Unterm Strich prallt derzeit zweierlei aufeinander: kurzfristige Margensorgen durch aggressive Preissenkungen in China und deutliche Long‑Positionierungen großer Fonds, die offenbar auf die anhaltende Stärke der GLP‑1‑Pipeline setzen. Der Kurs bewegt sich nahe am Jahreshoch, während institutionelle Investoren ihre Bestände noch weiter ausbauen. Für die weitere Entwicklung dürften vor allem zwei Punkte entscheidend sein: Wie stark der Preisdruck in China tatsächlich auf die Konzernmarge durchschlägt – und ob Eli Lilly die ambitionierten Gewinnziele für 2025 mit seinem GLP‑1‑Geschäft einlösen kann.

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