Eli Lilly zementiert seinen Status als unangefochtenes Schwergewicht der Pharmabranche und hat mittlerweile eine Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar erreicht. Doch der Konzern ruht sich auf dem massiven Erfolg seiner Abnehm-Spritzen nicht aus, sondern forciert mit einer strategischen Übernahme und neuen Tabletten-Lösungen das weitere Wachstum. Kann das Unternehmen die hohe Bewertung durch diese aggressive Expansion rechtfertigen?
Der Pharmariese profitiert weiterhin massiv von seinem cardiometabolischen Geschäft. Allein im jüngsten Quartal generierten die Blockbuster Mounjaro und Zepbound zusammen einen Umsatz von über 10 Milliarden Dollar. Diese fundamentale Stärke trieb die Aktie in den vergangenen zwei Monaten um rund 34 Prozent nach oben, unterstützt durch anhaltende Zuflüsse institutioneller Investoren.
Tabletten als nächster Kurstreiber
Der wichtigste kommende Impuls für die Aktie ist die erwartete FDA-Zulassung von Orforglipron, einem oralen Medikament gegen Fettleibigkeit. Eine Entscheidung der Behörde wird für das laufende Jahr 2026 erwartet. Das Präparat bietet einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der kürzlich zugelassenen Pille von Novo Nordisk: Während Patienten bei der Konkurrenz nach der Einnahme 30 Minuten lang weder essen noch trinken dürfen, entfällt diese Einschränkung bei Eli Lilly.
Analysten von Goldman Sachs prognostizieren, dass Tabletten bis 2030 etwa 24 Prozent des globalen Marktes für Gewichtsreduktion ausmachen könnten – ein Volumen von rund 22 Milliarden Dollar. Eli Lilly könnte sich davon schätzungsweise 60 Prozent sichern.
Ein weiterer strategischer Vorteil liegt in der Fertigung: Tabletten sind deutlich kostengünstiger und einfacher herzustellen als die komplexen Injektions-Pens. Dies dürfte perspektivisch die Margen deutlich steigern. Um die Produktionskapazitäten zu sichern, investiert der Konzern 6 Milliarden Dollar in eine neue Wirkstofffabrik in Alabama.
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Pipeline-Ausbau durch Zukauf
Um die Abhängigkeit vom reinen Abnehm-Geschäft zu verringern und die Pipeline zu stärken, übernimmt Eli Lilly Ventyx Biosciences. Der Kaufpreis von 14,00 Dollar je Aktie bewertet das Zielunternehmen mit rund 1,2 Milliarden Dollar und entspricht einem Aufschlag von 62 Prozent. Der Deal soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden und bringt vielversprechende Therapieansätze für entzündliche und neurodegenerative Erkrankungen in das Portfolio.
Gleichzeitig liefert das bestehende Produkt Zepbound positive klinische Daten in neuen Anwendungsgebieten. Eine Studie zeigte, dass die Kombination mit dem Medikament Taltz bei Psoriasis-Arthritis wirksamer ist als eine Monotherapie.
Am 4. Februar 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Unternehmen wie Structure Therapeutics oder AstraZeneca wird für Anleger entscheidend sein, wie schnell Eli Lilly seine oralen Alternativen zur Marktreife bringen kann, um den technologischen Vorsprung zu verteidigen.
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