Eli Lilly eröffnet die erste volle Handelswoche des Jahres 2026 mit einer offensiven Strategie im globalen Wettbewerb. Nach einer drastischen Preissenkung für das Adipositas-Portfolio in China reagierten Anleger am Freitag zunächst nervös auf mögliche Margenbelastungen. Doch eine frische Hochstufung durch Zacks Research lenkt den Fokus nun auf das enorme Marktpotenzial, das der Pharmariese durch diesen Schritt erschließen könnte.
80 Prozent Rabatt: Angriff auf Novo Nordisk
Auslöser der jüngsten Marktbewegungen war die Bestätigung, dass Eli Lilly den Preis für seinen Wirkstoff Tirzepatid (bekannt unter den Markennamen Mounjaro und Zepbound) in China massiv gesenkt hat. Seit dem 1. Januar kostet die 10mg-Dosierung statt 2.180 Yuan nur noch 445 Yuan (ca. 63 Dollar) – ein Abschlag von fast 80 Prozent.
Damit unterbietet der US-Konzern den direkten Konkurrenten Novo Nordisk deutlich. Die Dänen hatten den Preis für ihr Konkurrenzprodukt Wegovy lediglich um knapp die Hälfte auf rund 987 Yuan reduziert. Marktbeobachter werten das aggressive Vorgehen von Eli Lilly weniger als Preiskrieg, sondern als kalkulierte Strategie zur Sicherung der Marktführerschaft. Ziel ist die feste Verankerung in der nationalen Erstattungsliste (NRDL) im bevölkerungsreichsten Markt der Welt.
Analysten bleiben bullisch
Trotz kurzfristiger Sorgen um die Profitabilität stabilisierte sich die Stimmung übers Wochenende. Zacks Research stufte die Aktie am Donnerstag von „Hold“ auf „Strong Buy“ hoch. Die Analysten argumentieren, dass das zu erwartende Volumenwachstum in Asien und die starke Produktpipeline die preislichen Gegenwinde mehr als kompensieren werden.
Diese Einschätzung deckt sich mit dem breiteren Konsens der Großbanken. Bereits Mitte Dezember bestätigten Institute wie die Deutsche Bank und Goldman Sachs ihre Kursziele jenseits der 1.100-Dollar-Marke. Sie verweisen dabei auf die verbesserten Produktionskapazitäten und die intakte langfristige Wachstumsstory des Unternehmens.
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Solide Finanzlage und Dividendenanhebung
Untermauert wird die aggressive Preisstrategie durch eine starke Bilanz. Im dritten Quartal 2025 übertraf Eli Lilly mit einem Gewinn je Aktie von 7,02 Dollar die Analystenschätzungen deutlich. Der Umsatz kletterte getrieben durch die hohe Nachfrage nach Inkretin-Medikamenten um fast 54 Prozent auf 17,6 Milliarden Dollar.
Als Zeichen der finanziellen Stärke hob das Board of Directors zudem die Quartalsdividende auf 1,73 Dollar an, was einer annualisierten Ausschüttung von 6,92 Dollar entspricht. Aktionäre, die am 13. Februar 2026 im Aktienregister eingetragen sind, erhalten die Zahlung am 10. März.
Ausblick: Warten auf die Tablette
Der Fokus verschiebt sich zunehmend von Injektionen auf orale Therapien. Eli Lilly positioniert sich hier mit dem Wirkstoff Orforglipron, einem täglich einzunehmenden GLP-1-Rezeptoragonisten. Anleger blicken nun gespannt auf regulatorische Updates, die noch im ersten Quartal 2026 erwartet werden. Ein Erfolg bei der oralen Formulierung würde nicht nur die komplexen Lieferketten für Injektions-Pens entlasten, sondern auch jene Patientengruppen erreichen, die Spritzen ablehnen.
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