Elisa Aktie: Dividende trotz Gewinndelle
Trotz rückläufigem Nettogewinn hält der finnische Telekomkonzern Elisa an seiner Dividendenpolitik fest und bestätigt die Jahresprognose.

Kurz zusammengefasst
- Nettogewinn sinkt leicht auf 88,9 Millionen Euro
- Kostendisziplin treibt EBITDA-Marge nach oben
- Zweite Dividendentranche von 0,60 Euro je Aktie
- Jahresprognose für Umsatz und EBITDA bestätigt
Sinkender Gewinn, aber steigende EBITDA-Marge — bei Elisa driften die Kennzahlen im zweiten Quartal auseinander. Der finnische Telekomkonzern zeigt, dass Kostendisziplin auch dann trägt, wenn das Umsatzwachstum stockt.
Der Umsatz blieb im zweiten Quartal mit 551 Millionen Euro praktisch auf Vorjahresniveau. Das Telekom-Servicegeschäft schrumpfte dagegen um 0,7 Prozent auf 348 Millionen Euro — Nachwirkungen des harten Preiskampfs im finnischen Mobilfunkmarkt aus dem Vorjahr. Der Nettogewinn fiel leicht auf 88,9 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie sank auf 0,55 Euro von 0,56 Euro.
Mobilfunk stabilisiert sich
Die operativen Trends zeigen erste Erholungszeichen. Die Kundenabwanderung im Mobilfunk sank auf 16,7 Prozent von 17,2 Prozent im Vorquartal, während die Preise für neue Mobilfunkverträge in Finnland über Vorjahresniveau lagen. Elisa gewann 21.000 neue Postpaid-Kunden hinzu, davon 15.100 im Bereich Maschinenkommunikation und IoT. Das Festnetzgeschäft wuchs sogar um 3 Prozent und federte die Schwäche im Mobilfunk teilweise ab.
Das laufende Sparprogramm bleibt der zentrale Gewinntreiber: Bis Jahresende sollen daraus 40 Millionen Euro an Einsparungen fließen. Entsprechend kletterte die vergleichbare EBITDA um 1,4 Prozent auf 201 Millionen Euro, obwohl das operative Geschäft an Fahrt verlor.
Cashflow schwächelt, Dividende läuft weiter
Auffällig ist der Rückgang beim vergleichbaren Cashflow, der um 37 Prozent auf 71 Millionen Euro einbrach — deutlich stärker als der Gewinnrückgang. Trotzdem hält der Vorstand am Ausschüttungskurs fest: Die zweite Dividendentranche von 0,60 Euro pro Aktie wird am 29. Juli an Aktionäre ausgezahlt, die am 20. Juli im Aktionärsregister stehen. Von der auf der Hauptversammlung im April beschlossenen Gesamtausschüttung von maximal 2,40 Euro pro Aktie bleibt dem Vorstand damit noch eine Ermächtigung von bis zu 1,20 Euro pro Aktie für die kommenden Quartale.
Im internationalen Softwaregeschäft blieben Umsatz und Profitabilität hinter den Erwartungen zurück, da geopolitische Unsicherheiten Lizenzabschlüsse verzögerten — der Auftragsbestand entwickelte sich dagegen positiv. Für das Gesamtjahr bestätigte Elisa die Prognose: Der Umsatz soll auf Vorjahresniveau oder leicht darüber liegen, die vergleichbare EBITDA zwischen 815 und 845 Millionen Euro. Die verbesserten Mobilfunkpreise sollen sich mit Verzögerung vor allem im vierten Quartal in den Telekom-Erlösen niederschlagen.
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