Enagás: 573 Millionen für französischen Gasbetreiber Teréga
Enagás steigert Nettogewinn 2024 und expandiert mit Teréga-Kauf nach Frankreich. Der Fokus auf grünen Wasserstoff treibt die Aktie nahe ans Jahreshoch.

Kurz zusammengefasst
- Nettogewinn steigt um 3,2 Prozent
- Einstieg bei Teréga für 573 Millionen Euro
- Wasserstoff-Projekte als Wachstumstreiber
- Dividende von einem Euro je Aktie geplant
Der spanische Gasnetzbetreiber Enagás hat 2024 seinen Nettogewinn gesteigert. Ohne Sondereffekte aus Tallgrass-Kapitalverlusten und einerGSP-Entschädigung stieg der Überschuss um 3,2 Prozent auf 310,1 Millionen Euro. Das geht aus Zahlen hervor, die das Unternehmen der spanischen Börsenaufsicht CNMV vorgelegt hat.
Strategische Ausrichtung auf grünen Wasserstoff
Enagás treibt parallel den Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Gase voran. Im Mai startete der Konzern zwei Marktkonsultationen zu grünem Wasserstoff und CO2-Logistik. Ziel ist es, die Größe der künftig nötigen Anlagen zu bestimmen und neue Projekte sowie Partner zu identifizieren. Das Vorhaben steht im Einklang mit den europäischen Klimazielen. Die spanische Wasserstoff-Backbone-Initiative ist bereits als Projekt von gemeinsamem Interesse (PCI) der EU gelistet.
Zukauf in Frankreich
Im ersten Quartal 2026 erzielte Enagás einen Nettogewinn von 56,9 Millionen Euro – innerhalb der Jahresziele. Zeitgleich verkaufte das Unternehmen 40 Prozent seiner Tochter Enagás Renovable für 48 Millionen Euro an Hy24, hält aber noch 20 Prozent. Der Schritt dient der europäischen Regulierung zur Aktivitätentrennung.
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Wichtiger ist die Expansion nach Frankreich: Enagás erwarb für 573 Millionen Euro 31,5 Prozent am französischen Gasbetreiber Teréga. Das Netz von Teréga umfasst 5.100 Kilometer Pipelines und zwei Untergrundspeicher – ein erheblicher Teil des französischen Gasfernleitungsnetzes. Die Übernahme ist mit den Wasserstoff-Plänen von Enagás vereinbar und soll Wachstum sowie Dividende stärken.
Ausblick und Dividende
Enagás erwartet für 2026 ein wiederkehrendes Ergebnis nach Steuern von rund 235 Millionen Euro, ein EBITDA von etwa 620 Millionen und Investitionen von 225 Millionen Euro. Die Dividende soll bei einem Euro je Aktie liegen. Die Aktie notiert aktuell bei 16,94 Euro – ein Minus von 0,24 Prozent am Dienstag. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 25 Prozent. Enagás liegt damit nahe am 52-Wochen-Hoch von 17,48 Euro. Die strategische Neuausrichtung auf Wasserstoff und die Teréga-Akquisition geben dem Papier Rückenwind.
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