Enapter Aktie: Wüsten-Auftrag aus Riad?
Ein Auftrag über rund 0,5 Millionen Euro ergänzt Enapters US-Vertriebsvereinbarung; First Berlin senkte das Kursziel auf 1,30 Euro.

Kurz zusammengefasst
- Erster Enapter-Auftrag aus Saudi-Arabien
- Elektrolyseur mit 240 kW Leistung
- US-Vertrag zunächst auf 24 Monate befristet
- First Berlin senkte Kursziel auf 1,30 Euro
Enapter hat am 14. Oktober über seine Tochtergesellschaft Enapter S.r.l. den ersten Auftrag in Saudi-Arabien gemeldet. Ein Spezial- und Industriegashersteller bestellte einen AEM-Elektrolyseur der Multicore-Klasse für rund 0,5 Mio. Euro. Die Anlage soll eine Leistung von 240 kW haben.
Die Inbetriebnahme ist nach Unternehmensangaben für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Damit steht für den gemeldeten Auftrag auch ein geplanter Termin für den Anlagenstart fest.
US-Vertrieb bleibt für weitere Partner offen
Am Dienstag meldete Enapter nach der Neuordnung seines US-Vertriebs den Abschluss eines Distributionsvertrags mit Total Hydrogen Solutions. Der Partner ist die Wasserstoffsparte der US-amerikanischen Pneumatic and Hydraulic Company und soll Enapter-Elektrolyseure in den USA vertreiben.
Die Vereinbarung läuft zunächst 24 Monate und ist nicht exklusiv. Enapter behält sich sowohl den Direktvertrieb als auch die Zusammenarbeit mit weiteren Vertriebspartnern vor. Der Vertrag bindet den Absatz in den USA damit nicht ausschließlich an Total Hydrogen Solutions.
Beteiligungsmeldung und datierter Analystenrückblick
Eine am 12. Oktober veröffentlichte Stimmrechtsmitteilung wies für BluGreen Company Limited einen Gesamtanteil von 9,98 % aus. Als Datum der Schwellenberührung nannte die Pflichtmitteilung den 28. August.
Medienberichten zufolge hatte First Berlin Equity Research bereits am 24. September die Kaufempfehlung für Enapter bestätigt. Zugleich senkte das Analysehaus das Kursziel von EUR 1,40 auf EUR 1,30.
Die Aktie verlor seit Jahresanfang 48%. Am Freitag schloss sie bei 0,9000 €; die Börsenbewertung bleibt damit von den jüngsten Meldungen über den Saudi-Auftrag und den US-Vertriebsvertrag begleitet, ohne dass eine konkrete Kursursache belegt ist.
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