Energiekontor liefert zum Jahresende 2025 noch einmal greifbare Ergebnisse: Zwei Onshore-Windparks in Niedersachsen gehen an den österreichischen Versorger illwerke vkw. Das ist mehr als nur ein einzelner Deal – denn die Partnerschaft der beiden Unternehmen wächst weiter und Energiekontor bleibt operativ an Bord. Was heißt das konkret für die Pipeline und die Planbarkeit der Erlöse?
Deal mit Signalwirkung
Die Kaufverträge für die Windparkprojekte Haberloh und Heidkrug (Landkreis Verden) wurden noch vor dem Jahreswechsel 2025 unterschrieben und am 21. Januar 2026 kommuniziert. Zusammen kommen die Projekte auf rund 93 Megawatt (79 MW und 14 MW).
Wichtig für die Einordnung: Die Parks verfügen über eine EEG-Einspeisevergütung, die über die Ausschreibung der Bundesnetzagentur im Mai 2025 gesichert wurde. Die schlüsselfertige Übergabe ist für Ende 2027 geplant.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
– Verkaufte Projekte: Haberloh (79 MW) und Heidkrug (14 MW)
– Gesamtleistung: rund 93 MW
– Käufer: illwerke vkw (Österreich)
– Technik: 13 Vestas V162-7.2
– Erwartete Jahresproduktion: ca. 220 GWh
– Übergabe: Ende 2027
– Betriebsführung: bleibt bei Energiekontor (technisch und kaufmännisch)
Technik, EEG und Übergabe: Warum das zählt
Geplant sind insgesamt 13 Vestas V162-7.2 mit rund 169 Metern Nabenhöhe und 162 Metern Rotordurchmesser. Die erwartete Jahresproduktion von etwa 220 Gigawattstunden unterstreicht, dass es sich nicht um „kleine“ Nebenprojekte handelt.
Dass die Vergütung über das EEG bereits aus einer Auktion stammt und die Übergabe zeitlich klar definiert ist, erhöht die Visibilität des Projektfahrplans. Gleichzeitig bleibt Energiekontor über die Betriebsführung auch nach dem Verkauf weiter eingebunden.
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Wiederholungsgeschäft plus Aktienrückkauf
Für illwerke vkw ist es nicht der erste Kauf: Bereits 2021 hatte der Versorger den Windpark Völkersen (rund 11 MW) übernommen. Mit den neuen Parks wächst dieser Standort auf insgesamt etwa 104 MW.
Operativ ordnet Energiekontor den Deal in ein aktives Verkaufsjahr ein: Sieben Projektverkäufe und 14 Financial Closes wurden für das Geschäftsjahr 2025 gemeldet. Zusätzlich: Das eigene Portfolio umfasst 40 Wind- und Solarparks mit rund 450 MW, weitere rund 200 MW befinden sich im Bau.
Parallel läuft der Aktienrückkauf weiter. In der Woche 19. bis 23. Januar 2026 kaufte Energiekontor 1.306 eigene Aktien zurück; seit Start am 7. Juli 2025 waren es insgesamt 33.750 Aktien (Stand: 27. Januar 2026).
Beim Blick auf den Kurs zeigt sich: Der Titel notiert heute bei 37,65 Euro und damit weiterhin deutlich unter dem 52‑Wochen‑Hoch – der Abstand liegt bei rund 39%. Das unterstreicht, dass operative Meldungen und Kapitalmaßnahmen zwar relevant sind, der Markt aber insgesamt noch zurückhaltend bleibt.
Zum nächsten Meilenstein wird nun vor allem der Zeitplan bis zur Übergabe Ende 2027: Dann entscheidet sich, wie sauber Energiekontor die Projekte schlüsselfertig abliefert – und wie gut sich das Modell „entwickeln, verkaufen, weiter betreiben“ in der Praxis weiter skalieren lässt.
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