Energy Fuels setzt zum großen Sprung im Sektor der kritischen Mineralien an. Mit einer strategischen Übernahme will das Unternehmen eine Lücke schließen, die bisher fast ausschließlich von chinesischen Anbietern dominiert wurde. Anleger feierten den Deal bereits euphorisch – doch was bedeutet der Zusammenschluss konkret für die globale Versorgungskette?
Vom Uran zum integrierten Rohstoff-Riesen
Am gestrigen Dienstag kündigte Energy Fuels eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) an. Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf rund 299 Millionen US-Dollar. Die Börse reagierte prompt auf die Nachricht: Die Aktie kletterte unter hohem Handelsvolumen um 9,1 Prozent auf 23,93 US-Dollar und markierte damit ein neues Drei-Monats-Hoch. Rückenwind lieferte zudem ein Analysten-Update von B. Riley, das die Raffinerie-Kompetenzen des Unternehmens hervorhob und den Ausblick anhob.
Kern des Deals ist die Schaffung des größten vollständig integrierten Produzenten für Seltene Erden außerhalb Chinas („Mine-to-Metal“). Energy Fuels bringt seine White Mesa Mill in Utah ein – die einzige aktive konventionelle Uranmühle der USA. Diese Kapazitäten werden nun mit ASMs Metallwerk in Korea und dem geplanten Standort in den USA kombiniert. Damit verknüpft der Konzern die Produktion von Oxiden direkt mit der Weiterverarbeitung zu hochreinen Metallen und Legierungen.
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Strategische Bedeutung
Marktbeobachter sehen in diesem Schritt die Lösung für einen gravierenden Engpass in der westlichen Lieferkette: die fehlende Kapazität zur Metallisierung. Das koreanische Werk produziert bereits kritische Metalle wie Neodym-Praseodym, Dysprosium und Terbium. Diese Stoffe sind unverzichtbar für Hochleistungsmagnete in Elektroautos, erneuerbaren Energien und der Verteidigungstechnik. Zusätzlich sichert sich Energy Fuels durch die Übernahme Zugriff auf das Dubbo-Projekt in Australien und diversifiziert sein Portfolio deutlich weg vom reinen Uran-Fokus.
Zeitplan und Hürden
Der Abschluss der Transaktion wird für Ende Juni 2026 erwartet, vorausgesetzt, die ASM-Aktionäre, das australische Bundesgericht und die Investitionsprüfungsbehörde stimmen zu. Nach dem Vollzug sollen die ASM-Eigner etwa 5,8 Prozent am kombinierten Unternehmen halten, wobei Energy Fuels eine Zweitnotierung an der australischen Börse (ASX) plant. Weitere Details zur Integration und den Synergien dürfte das Management im heutigen Investoren-Call um 9:00 Uhr MT erläutern.
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