Energy Fuels Aktie: Roth/MKM stuft auf Buy hoch
Energy Fuels treibt Ausbau bei Uran und Seltenen Erden voran. Analysten stufen Aktie hoch, während Verluste durch Milliarden-Investitionen wachsen.

Kurz zusammengefasst
- Analysten stufen Aktie auf Buy hoch
- Verlust steigt durch Akquisitionskosten
- Ausbau der White Mesa Mill begonnen
- Milliarden-Übernahmen von ASM und Base Resources
Das US-Bergbauunternehmen Energy Fuels treibt seine Transformation zum kombinierten Produzenten von Uran und Seltenen Erden massiv voran. Trotz eines gestiegenen Nettoverlusts im zweiten Quartal 2026, der maßgeblich durch hohe Akquisitionskosten und Investitionen in die Infrastruktur geprägt war, setzt der Konzern auf eine aggressive Wachstumsstrategie. Die Analysten von Roth/MKM reagierten am heutigen Freitag auf die jüngsten Entwicklungen und die aktuelle Bewertung mit einer Hochstufung der Aktie auf „Buy“.
Quartalszahlen im Zeichen strategischer Übernahmen
Für das zweite Quartal 2026 meldete Energy Fuels einen Nettoverlust von 33,6 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Minus von 21,8 Millionen US-Dollar zu Buche gestanden hatte. Das Ergebnis wurde durch einmalige Kosten für geplante Übernahmen in Höhe von 10,7 Millionen US-Dollar belastet. Dennoch unterstreicht die operative Entwicklung im Uran-Sektor die wirtschaftliche Basis des Unternehmens: Mit einer Produktion von 865.000 Pfund U3O8 in den vergangenen drei Monaten und einer Marge von rund 57 Prozent bei den Uran-Umsätzen zeigt sich das Kerngeschäft robust.
Die Produktionskosten am Standort Pinyon Plain wurden mit 23 US-Dollar pro Pfund angegeben. Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seiner Prognose fest und erwartet eine Produktion zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Pfund Uran. Bis zum Jahresende sollen davon 1,5 bis 2,0 Millionen Pfund veräußert werden. Die liquiden Mittel des Konzerns belaufen sich derzeit auf fast eine Milliarde US-Dollar, was den finanziellen Spielraum für die laufenden Expansionspläne sichert.
Infrastrukturausbau und Milliarden-Zukäufe
Ein zentraler Pfeiler der künftigen Strategie ist der Ausbau der White Mesa Mill in Utah. Energy Fuels hat gestern den Baubeginn für die Erweiterung der Anlage zur Verarbeitung schwerer Seltenerdoxide bekannt gegeben. Das Projekt, das mit rund 104 Millionen US-Dollar veranschlagt wird, soll eine wichtige Lücke in der US-amerikanischen Lieferkette für Magnet-Rohstoffe schließen. Die Inbetriebnahme der neuen Anlagenteile ist für den Zeitraum zwischen 2027 und 2028 vorgesehen.
Parallel dazu bereitet das Unternehmen zwei bedeutende Akquisitionen vor. Die Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) soll voraussichtlich bis Ende August 2026 abgeschlossen werden. Noch umfangreicher gestaltet sich die geplante Übernahme von Base Resources (VAC) für rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Zur Unterstützung dieser Vorhaben und der allgemeinen Unternehmensentwicklung sicherte sich Energy Fuels zudem die Zusage für einen bedingten Kredit über 725 Millionen US-Dollar von der US-amerikanischen Export-Import-Bank (OSC).
Marktstimmung und Ausblick
An der Börse sorgten die Nachrichten und die Analysteneinschätzung heute für eine positive Tendenz. Der Kurs der Energy Fuels-Aktie legte am heutigen Freitag um 2,02 Prozent zu und notiert bei 11,39 Euro. Trotz der jüngsten Erholung weist das Papier mit einem Abschlag von 24,27 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt von 15,04 Euro jedoch noch eine deutliche Differenz zu seinem langfristigen Trend auf.
Für die kommenden Monate plant das Management eine Wartungspause im operativen Betrieb, die bis in das vierte Quartal 2026 oder das erste Quartal 2027 andauern soll. Während die finale Investitionsentscheidung (FID) für das Donald-Projekt zuletzt verschoben wurde, konzentriert sich das Unternehmen nun primär auf die Integration der neuen Zukäufe und den zügigen Fortschritt beim Bau der Seltene-Erden-Anlage in Utah.
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