Electro Optic Systems (EOS) steht unter Beobachtung: Nach der jüngsten Attacke durch den Shortseller Grizzly Research fordert der Markt harte Fakten. Am kommenden Montag öffnen die Australier ihre Bücher für das Geschäftsjahr 2025. Für Anleger stellt sich die entscheidende Frage: Kann CEO Dr. Andreas Schwer die Vorwürfe mit soliden Zahlen entkräften oder bestätigen sich die Zweifel an der Qualität des Auftragsbestands?
Antwort auf die Leerverkäufer
Der Termin steht fest: Am 23. Februar 2026 werden CEO Dr. Andreas Schwer und Finanzvorstand Clive Cuthell um 10:00 Uhr AEDT die Ergebnisse präsentieren. Diese Bilanzvorlage hat weit mehr Gewicht als eine übliche Jahresmeldung.
Anfang Februar veröffentlichte der US-Shortseller Grizzly Research einen Bericht, der Teile des EOS-Geschäftsmodells infrage stellte. Im Zentrum der Kritik stand ein bedingter Vertrag über 80 Millionen US-Dollar für Hochenergielaser in Südkorea. Das Management reagierte am 10. Februar scharf und bezeichnete die Vorwürfe als „irreführend und manipulativ“.
EOS stellte klar, dass der umstrittene koreanische Vertrag ohnehin nicht Teil des bestätigten Auftragsbestands von 459 Millionen Australischen Dollar (AUD) ist. Die kommenden Zahlen müssen nun belegen, wie robust das Kerngeschäft abseits dieser spekulativen Posten tatsächlich ist.
Offensive statt Rückzug
Ungeachtet der Störfeuer am Kapitalmarkt treibt das Unternehmen seine operative Expansion voran. Erst am 6. Februar 2026 eröffnete EOS eine neue Anlage für Hochenergielaserwaffen in Singapur. Der Standort dient als regionales Zentrum für die Herstellung und den Test von 100-kW-Lasersystemen.
Diese Eröffnung stützt die internationalen Ambitionen des Konzerns, zu denen auch der im August 2025 gesicherte Exportauftrag für die Niederlande gehört – der weltweit erste seiner Art in dieser Leistungsklasse.
Zusätzlich untermauerte das Unternehmen seine Marktstellung durch eine Reihe strategischer Partnerschaften, die in den Wochen vor der Bilanzvorlage geschlossen wurden:
- KNDS France: Zusammenarbeit bei ferngesteuerten Waffenstationen (13. Februar).
- ROKETSAN: Strategische Allianz mit dem türkischen Rüstungskonzern für Laserwaffen (11. Februar).
- Milrem Robotics: Kooperation zur Weiterentwicklung unbemannter Bodensysteme (4. Februar).
Der Fokus liegt auf der Kasse
Bei der Präsentation am Montag werden Investoren vor allem drei Kennzahlen prüfen:
- Auftragsbestand: Gibt es Entwicklung über die bestätigten 459 Millionen AUD hinaus?
- Cashflow: Wie stellt sich die Liquidität nach der im Januar angekündigten Übernahme der MARSS Group dar?
- Umsatzentwicklung: Zeigen die Auslieferungen der Verteidigungssysteme die prognostizierte Kurve?
Die Präsentation der Ergebnisse am 23. Februar wird zeigen, ob die fundamentalen Daten die strategische Wachstumsstory stützen können. Bis dahin bleibt die Situation für die Aktie angespannt.
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