Der australische Rüstungskonzern Electro Optic Systems (EOS) wehrt sich vehement gegen die Angriffe des Short-Sellers Grizzly Research. Nachdem ein kritischer Bericht die Aktie massiv unter Druck gesetzt hatte, konterte das Management nun mit einer detaillierten Stellungnahme. Kann das Unternehmen die Zweifel am Markt mit Fakten ausräumen?
Vorwürfe als „manipulativ“ zurückgewiesen
EOS bezeichnete den am 6. Februar veröffentlichten Bericht von Grizzly Research in einer offiziellen Mitteilung als irreführend und manipulativ. Der Short-Seller, der offen auf fallende Kurse spekuliert, hatte zuvor die Bilanzierungspraxis und Vertragsdetails des Unternehmens infrage gestellt. Die Reaktion der Anleger auf die Verteidigung fiel positiv aus: Nach einem vorangegangenen Kursrutsch und einem temporären Handelsstopp legte die Aktie nach der Klarstellung um über 7 Prozent zu.
Streitpunkt Südkorea und MARSS
Im Zentrum der Kritik stand ein Vertrag über 80 Millionen US-Dollar für Hochenergie-Laserwaffen in Südkorea. EOS stellte klar, dass diese Vereinbarung stets transparent als „bedingt“ kommuniziert wurde. Wichtig für Investoren: Dieser Deal ist noch gar nicht im gesicherten Auftragsbestand von 459 Millionen Dollar enthalten. Das Unternehmen arbeitet derzeit an der Erfüllung der Vertragsbedingungen, wozu auch der Eingang einer Anzahlung von 18 Millionen US-Dollar gehört.
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Auch die Vorwürfe bezüglich der Übernahme des europäischen Softwareunternehmens MARSS wies der Konzern zurück. Die interne Due-Diligence-Prüfung habe historisch deutlich höhere Umsätze bei MARSS gezeigt, als von Grizzly Research in deren Analyse behauptet.
Finanzlage und rechtliche Schritte
Um die Sorgen bezüglich der Liquidität zu entkräften, legte EOS die aktuellen Finanzdaten offen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 verfügte das Unternehmen über 107 Millionen Dollar an Barmitteln und hatte keine Kredite in Anspruch genommen. Zusätzlich steht eine Kreditlinie von 100 Millionen Dollar bereit.
Das Management kündigte an, sämtliche rechtlichen Möglichkeiten gegen Grizzly Research sowohl in Australien als auch in Deutschland zu prüfen. Die deutliche Kurserholung deutet darauf hin, dass der Markt die Argumente des Unternehmens vorerst honoriert, wenngleich die weitere Entwicklung des Südkorea-Vertrags für die Glaubwürdigkeit entscheidend bleiben dürfte.
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