EQ Resources Aktie: Wolfram-Geldregen?
Höhere Wolframproduktion, bessere Verkaufspreise und niedrigere Cashkosten stärken die Liquidität für den geplanten Ausbau.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz mehr als verdoppelt
- Wolframproduktion steigt um 81 Prozent
- Cashkosten sinken um knapp ein Drittel
- Mt-Carbine-Erweiterung soll FY27 starten
EQ Resources schafft sich mit einem operativen Rekord-Cashflow von 75,6 Millionen australischen Dollar mehr Spielraum für seine Ausbaupläne. Die heute veröffentlichten Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres FY27 zeigen: Höhere Wolframproduktion und Verkaufspreise treffen auf sinkende Cashkosten. Für Anleger rückt damit neben der Ertragsentwicklung die Umsetzung der geplanten Erweiterung von Mt Carbine in den Mittelpunkt.
Mehr Liquidität aus dem laufenden Geschäft
Der Quartalsumsatz erreichte 158,8 Millionen australische Dollar und hat sich gegenüber dem Vorquartal mehr als verdoppelt. Das ungeprüfte EBITDA betrug 122,5 Millionen australische Dollar. Den ebenfalls ungeprüften Nettogewinn bezifferte EQ Resources auf 114 Millionen australische Dollar.
Der Ergebnissprung ging mit einem kräftigen Mittelzufluss einher. Das ist für die anstehende Investitionsphase wichtig: EQ Resources kann den Ausbau auf einer deutlich stärkeren Liquiditätsbasis angehen.
Zum 30. September lagen die Barmittel bei rund 82,4 Millionen australischen Dollar. Zum 30. Juni waren es noch 28,2 Millionen australische Dollar gewesen.
Hinter der Verbesserung stehen sowohl die operative Entwicklung als auch günstigere Verkaufskonditionen. Das Unternehmen profitierte somit nicht allein von höheren Wolframpreisen.
Die Produktion stieg gegenüber dem Vorquartal um 81% auf 51.233 mtu. Zugleich erhöhten sich die Verkäufe um 69%.
Auch auf der Kostenseite meldete EQ Resources Fortschritte. Höhere Erlöse je verkaufter Einheit und geringere Cashkosten verstärkten gemeinsam den Effekt des Produktionsanstiegs auf das Ergebnis.
Der realisierte Preis erreichte 2.248 US-Dollar je mtu und lag damit 20% über dem Vorquartal. Die Cashkosten sanken um knapp ein Drittel auf 483 US-Dollar je mtu.
Mt Carbine wird zum Umsetzungstest
Die starke Geschäftsentwicklung bildet den finanziellen Hintergrund für die nächste Ausbaustufe. Bei Mt Carbine sind Beschaffung und Vertragsvergabe abgeschlossen. Die Lieferung größerer Ausrüstung hat begonnen.
Die Erweiterung soll 39 Millionen australische Dollar kosten und im dritten Quartal des Geschäftsjahres FY27 in Betrieb gehen. Vorgesehen ist eine Verdopplung der Brechkapazität auf rund zwei Millionen Tonnen jährlich.
Damit erhält die weitere Produktionsentwicklung einen konkreten Terminanker. Entscheidend wird, ob EQ Resources den Ausbau planmäßig in Betrieb nimmt und die zusätzliche Kapazität operativ nutzen kann.
Für FY27 stellte das Unternehmen erstmals eine Jahresproduktionsprognose vor. Sie liegt bei 240.000–280.000 mtu.
Der Ausblick bleibt eine Zielsetzung und ist nicht mit bereits erreichter Produktion gleichzusetzen. Neben den Mengen nennt EQ Resources auch einen Kostenrahmen und das geplante Investitionsbudget.
Die erwarteten Cashkosten betragen 595–691 australische Dollar je mtu. Für Investitionen sind 80–100 Millionen australische Dollar vorgesehen.
Fortschritte stehen neben offenen Punkten
Nicht alle operativen Risiken sind erledigt. Bei Barruecopardo bearbeitet EQ Resources weiterhin die teilweise Nichteinhaltung des Wiederherstellungsplans. Das frühere Risiko einer vorübergehenden Aussetzung ist nach Unternehmensangaben entschärft. Diese Aussage bedeutet jedoch nicht, dass die zugrunde liegenden Arbeiten abgeschlossen sind.
Zusätzlich sicherte sich EQ Resources eine Beteiligung an einem US-Wolfram-Joint-Venture mit The Elmet Group und Blue Moon Metals. Ziel ist die geplante Wiederinbetriebnahme der Springer-APT-Anlage in Nevada.
Für die nächste operative Bewährungsprobe bleibt aber Mt Carbine zentral. Der hohe Mittelzufluss stärkt die Ausgangslage. Ob daraus dauerhaft mehr Produktion entsteht, hängt nun wesentlich von der Umsetzung des Ausbaus ab. Zugleich will EQ Resources seine monatlichen Betriebsupdates einstellen – die laufende Entwicklung wird damit künftig weniger häufig sichtbar.
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