Equinor Aktie: Afrodite-Fund ignoriert?
Morgan Stanley senkt Equinors Einstufung; das Unternehmen erwartet 2026 ein Produktionsplus von rund vier Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Morgan Stanley bewertet Equinor nun negativer
- Produktionswachstum 2026 auf rund vier Prozent angehoben
- Afrodite-Schätzung: 77 bis 180 Millionen Barrel
- Equinor und Aker BP kooperieren bei Lagerstätten
Morgan Stanley hat Equinor am Freitag von Equal-Weight auf Underweight herabgestuft. Medienberichten zufolge fiel das Analystenurteil damit zurückhaltender aus, nachdem Equinor am 28. Oktober seine Produktionsprognose angehoben hatte. Die Aktie fiel am Freitag um 0,6% auf 37,70 €.
Höheres Förderziel nach Quartalszahlen
Equinor erwartet für 2026 ein Produktionswachstum von rund 4% statt bislang 3%. Bei der Vorlage der Quartalszahlen am 28. Oktober meldete das Unternehmen einen Produktionsanstieg von 2%.
Das bereinigte operative Ergebnis erreichte im dritten Quartal 2026 nach Unternehmensangaben USD 12,35 Milliarden. Der Nettogewinn belief sich auf USD 2,54 Milliarden.
Auch bei Afrodite meldete Equinor vor rund zwei Wochen Fortschritte: Bewertungsbohrungen hatten die geschätzten förderbaren Gas- und Kondensatmengen mehr als verdoppelt. Die Schätzung liegt bei 77–180 Millionen Barrel Öläquivalent.
Equinor bezeichnete den Fund als wirtschaftlich tragfähig. Das Unternehmen prüft eine mögliche Unterwasseranbindung an Kvitebjørn.
Rückkauf mit festgelegtem Rahmen
Am 28. Oktober kündigte Equinor außerdem die vierte und letzte Tranche seines Aktienrückkaufprogramms für 2026 an. Ihr Umfang beträgt bis zu USD 1.125 Millionen, einschließlich der vom norwegischen Staat zurückzunehmenden Aktien.
Davon entfallen laut Equinor bis zu USD 371,3 Millionen auf Käufe am Markt. Als Beginn nannte das Unternehmen den 29. Oktober; enden soll die Tranche spätestens am 1. Februar 2027.
Eine weitere Initiative betrifft schwer erschließbare Lagerstätten auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Equinor und Aker BP vereinbarten am 26. Oktober eine strategische Zusammenarbeit auf diesem Gebiet. Sie konzentriert sich auf Technologieentwicklung, Standardisierung und Wissensaustausch, um die Entwicklung entsprechender Funde zu unterstützen.
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