Equinor Aktie: Eskalation in den USA

Der norwegische Energiekonzern Equinor zieht gegen einen Baustopp seines US-Offshore-Windprojekts vor Gericht. Der Rechtsstreit gefährdet Milliardeninvestitionen und beeinflusst die Aktienentwicklung.

Kurz zusammengefasst:
  • Klage gegen Baustopp aus Sicherheitsgründen
  • Projekt bereits zu über 60 Prozent fertiggestellt
  • Ähnliche Klage von Konkurrent Ørsted eingereicht
  • Aktie reagierte positiv auf Klageeinreichung

Equinor zieht vor Gericht, um sein milliardenschweres US-Windkraftprojekt zu retten. Nach einem überraschenden Baustopp der US-Behörden Ende Dezember hat der norwegische Energieriese nun Klage eingereicht. Der Ausgang des Rechtsstreits wird nicht nur über die Zukunft des Offshore-Windparks, sondern auch über die Aktienperformance im neuen Jahr entscheiden.

Klage gegen Baustopp

Der Konflikt eskalierte am Freitag, als Equinor vor dem Bundesbezirksgericht in Washington D.C. Klage einreichte. Das Unternehmen will damit einen Suspendierungsbefehl des US-Innenministeriums anfechten, der den sofortigen Baustopp des „Empire Wind“-Projekts anordnete. Als Begründung nannten die Behörden nationale Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Radarstörungen.

Equinor

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Für Equinor geht es um viel: Das Projekt vor der Ostküste ist bereits zu über 60 Prozent fertiggestellt und repräsentiert eine Gesamtinvestition von mehr als vier Milliarden US-Dollar. Davon sind bereits 2,7 Milliarden durch Projektfinanzierungen abgerufen. In den Gerichtsdokumenten argumentiert Equinor, dass der Stopp den Baufortschritt gefährdet und während der kritischen Ausführungsphase zu erheblichen finanziellen Schäden führen könnte.

Wiederkehrende regulatorische Hürden

Es ist nicht das erste Mal, dass Equinors US-Engagement auf Widerstand stößt. Bereits Anfang 2025 führte ein ähnlicher Baustopp zu einer Wertberichtigung von 763 Millionen US-Dollar in den Quartalszahlen. Zwar wurde jener Stopp später aufgehoben, doch die aktuelle US-Administration zeigt sich erneut skeptisch gegenüber Offshore-Windprojekten aus Gründen der nationalen Sicherheit.

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Equinor steht mit dieser Herausforderung nicht allein. Der dänische Konkurrent Ørsted reichte am selben Tag eine ähnliche Klage zum Schutz seines „Revolution Wind“-Projekts im Wert von fünf Milliarden Dollar ein. Zusammen repräsentieren die betroffenen Vorhaben ein Investitionsvolumen von etwa 28 Milliarden US-Dollar und zeigen einen wachsenden Konflikt zwischen europäischen Energieunternehmen und US-Behörden.

Entscheidung in den kommenden Wochen

Die nächsten Wochen werden entscheidend sein. Das Gericht muss nun über Equinors Antrag auf eine einstweilige Verfügung entscheiden, die den Baustopp aufheben würde. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet und wird unmittelbare Auswirkungen auf die Bauaktivitäten haben.

Die Märkte honorierten zunächst die entschlossene Reaktion des Unternehmens. An der Osloer Börse legte die Equinor-Aktie am Freitag um 1,94 Prozent auf 241,60 NOK zu. Die langfristige Performance hängt jedoch maßgeblich vom Ausgang dieses Rechtsstreits ab. Investoren werden besonders auf den Jahresabschluss 2025 achten, in dem mögliche weitere Wertberichtigungen für das US-Windgeschäft ausgewiesen werden könnten.

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