Equinor Aktie: Rosebank-Start verschiebt sich auf 2027
Equinor verzeichnet Milliardenüberschüsse dank hoher Energiepreise, während das Rosebank-Feld erst 2027 fördern soll. Empire Wind 1 schreitet voran.

Kurz zusammengefasst
- Operativer Gewinn von 11,5 Mrd. Dollar
- Tägliche Produktion über 2,1 Mio. Barrel
- Offshore-Windpark Empire Wind 1 voran
- Rosebank-Start erst 2027 erwartet
Equinor schwimmt im Geld. Der norwegische Energiekonzern profitiert massiv von den hohen Preisen für Gas und Öl. Während das operative Geschäft Milliarden sprudeln lässt, kämpft das Management an anderen Fronten mit dem Faktor Zeit.
Produktion auf hohem Niveau
Die Quartalszahlen unterstreichen die aktuelle Marktmacht. Equinor erwirtschaftete einen bereinigten Betriebsgewinn von 11,48 Milliarden Dollar. Parallel dazu stieg die Eigenproduktion auf täglich 2,165 Millionen Barrel Öläquivalent.
Der Konzern gehört damit zu einer kleinen Gruppe globaler Energieriesen. Diese acht Schwergewichte strichen zuletzt gemeinsam rund 93 Milliarden Dollar Profit ein. Equinor steuerte dazu einen Nettogewinn von 4,84 Milliarden Dollar bei. Volatile Märkte und teures Erdgas treiben das Ergebnis.
Fortschritte vor der US-Küste
Abseits der klassischen Förderung meldet die Erneuerbare-Sparte Erfolge. Beim Offshore-Windprojekt Empire Wind 1 stabilisierten Spezialschiffe das Fundament mit rund 300.000 Tonnen Gestein. Diese massiven Arbeiten schützen die 52 Turbinen vor Gezeitenströmungen.
Das Projekt vor der Küste New Yorks ist mittlerweile zu über 30 Prozent fertiggestellt. Ab 2027 sollen die Anlagen etwa eine halbe Million Haushalte mit grünem Strom versorgen. Equinor beschleunigte den Bau nach einem vorübergehenden Stopp Anfang des Jahres deutlich.
Rückschlag in der Nordsee
In der Nordsee hingegen hakt es. Das Rosebank-Ölfeld steht unter strenger Beobachtung der Regulierungsbehörden. Bis Ende August 2026 läuft eine öffentliche Konsultation zu den Umweltauswirkungen der Emissionen.
Der Start der Förderung verzögert sich obendrein. Ein Zwischenfall mit verlorener Bohrausrüstung verschiebt den Termin auf das Jahr 2027. Damit fällt eine wichtige Einnahmequelle für das kommende Geschäftsjahr vorerst aus.
Die Aktie spiegelt die hohe Profitabilität wider. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um rund 71 Prozent. Im August endet die Umweltprüfung für Rosebank — ein wichtiger Termin für die weitere Entwicklung in der Nordsee.
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