Equinor Aktie: Über eine Milliarde für drei Transocean-Rigs
Equinor sichert sich drei Bohrinseln für über eine Milliarde Dollar, um die Nordsee-Förderung bis 2035 zu stabilisieren und senkt gleichzeitig die Bohrkosten.

Kurz zusammengefasst
- Milliardendeal mit Transocean abgeschlossen
- Drei Bohrinseln für sieben Jahre gesichert
- Rückzug aus japanischem Windgeschäft
- Streikrisiko bedroht Produktionsausbau
Der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor setzt ein klares Signal für den Heimatmarkt. Das Unternehmen sichert sich für über eine Milliarde Dollar gleich drei Bohrinseln von Transocean. Der Deal soll die Produktion auf dem norwegischen Festlandsockel bis 2035 stabilisieren.
Strategischer Pakt mit Transocean
Die Vereinbarung umfasst die halbtauchbaren Bohrinseln Transocean Enabler, Encourage und Endurance — alle speziell für extreme Wetterbedingungen ausgelegt. Insgesamt sichert sich Equinor damit rund sieben Jahre Bohrarbeit. Der Basissatz pro Tag liegt bei 399.000 Dollar, effektiv werden die Kosten sogar die 400.000-Dollar-Marke überschreiten.
Die Einsatzpläne sind gestaffelt: Die Transocean Endurance startet ihr zweijähriges Programm im zweiten Quartal 2027. Enabler (drei Jahre) und Encourage (zwei Jahre) folgen ab dem ersten Quartal 2028. Ziel ist es, die Bohrkosten zu senken und gleichzeitig die Förderung hochzufahren.
Rückzug aus Japan, Fokus aufs Kerngeschäft
Parallel dazu optimiert Equinor sein Portfolio. Der Konzern tauscht mit Vår Energi seine Betreiberrechte am Gasfund Peon gegen Minderheitsbeteiligungen an bereits produzierenden Feldern. Ein klarer Schwenk: Statt langfristiger Exploration setzt das Management auf sofortige Einnahmen.
Gleichzeitig zieht sich Equinor komplett aus dem japanischen Offshore-Windgeschäft zurück. Das Tokioter Büro wird geschlossen. Die freiwerdenden Mittel fließen in Kernprojekte wie die Ringvei-Vest-Entwicklung in der Nordsee.
Die Aktie notierte am Mittwoch bei 27,25 Euro. Das Papier hat in den vergangenen 30 Tagen knapp 16 Prozent verloren, liegt auf Jahressicht aber noch 30 Prozent im Plus. Der RSI von 32,6 deutet auf eine leichte Überverkauftheit hin.
Arbeitskampf in der Nordsee
Ein neues Risiko zeichnet sich ab: Am Freitag könnte ein Streik auf dem norwegischen Festlandsockel beginnen. Über 600 Gewerkschaftsmitglieder würden dann die Arbeit niederlegen, falls die laufenden Lohnverhandlungen scheitern. Ein Ausstand würde die Produktion unmittelbar treffen – in einer Phase, in der Equinor seine Kapazitäten eigentlich ausbauen will.
Equinor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Equinor-Analyse vom 2. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Equinor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Equinor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Equinor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...