Der strategische Schachzug in Polen zeigt Wirkung. Nach dem Markteintritt im Nachbarland reagieren die Analysten der Deutschen Bank und passen ihre Bewertung für den österreichischen Bankenprimus an. Während die Aktie nach einer beeindruckenden Rallye zuletzt konsolidierte, stellt sich für Anleger die Frage: Bietet das neue Kursziel genug Fantasie für den nächsten Aufwärtsschub?
- Neues Kursziel: Deutsche Bank hebt Ziel auf 112 Euro an.
- Der Treiber: 49-Prozent-Beteiligung an Santander Bank Polska.
- Performance: +67,64 % auf Sicht von 12 Monaten.
Polen-Expansion als Kurstreiber
Die Deutsche Bank bestätigt in ihrem aktuellen Update vom heutigen Vormittag die Kaufempfehlung („Buy“) und schraubt das Kursziel von bisher 100 Euro auf nun 112 Euro nach oben. Auslöser für diesen Optimismus ist der im Januar finalisierte Erwerb einer 49-prozentigen Beteiligung an der Santander Bank Polska.
Experten werten diesen Schritt als signifikante Stärkung der Marktposition in Zentral- und Osteuropa. Durch den Deal sichert sich die Erste Group Zugang zu einem der wachstumsstärksten Bankenmärkte des Kontinents. Analysten rechnen damit, dass sich diese Expansion direkt positiv auf die Gewinndynamik auswirken wird.
Rückkäufe und Dividenden im Blick
Neben dem externen Wachstum durch Übernahmen bleibt die Kapitalallokation ein zentrales Argument für die Aktie. Die Analyse der Deutschen Bank hebt die aktionärsfreundliche Politik hervor. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wird der Start eines neuen Aktienrückkaufprogramms erwartet. Zusätzlich dürfte die Dividendenstrategie, die eine Ausschüttung von rund 40 Prozent des Gewinns vorsieht, fortgeführt werden. Diese Kombination aus Wachstum und Rendite macht den Titel insbesondere für institutionelle Investoren interessant.
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Starke Rallye, aktuelle Korrektur
Ein Blick auf die Kursdaten zeigt jedoch, dass der Markt einen Teil der guten Nachrichten bereits eingepreist hat. Mit einem Plus von über 67 Prozent in den letzten zwölf Monaten zählt die Aktie zu den Outperformern im europäischen Bankensektor.
Zuletzt setzten allerdings Gewinnmitnahmen ein. Aktuell notiert das Papier bei 103,40 Euro und damit rund 13 Prozent unter dem am 24. Dezember 2025 markierten 52-Wochen-Hoch von 118,83 Euro. Das neue Kursziel der Deutschen Bank impliziert vom aktuellen Niveau aus zwar Aufwärtspotenzial, liegt aber noch unter dem Rekordhoch vom Dezember.
Am 26. Februar 2026 wird es für Anleger konkret. Dann präsentiert die Erste Group ihre vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Marktbeobachter warten hier vor allem auf Details zum finanziellen Beitrag der neuen polnischen Beteiligung, um abzuschätzen, ob die operative Entwicklung die ambitionierten Bewertungen weiterhin rechtfertigt.
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