Die österreichische Erste Group schreibt Geschichte: Nach der Vorlage ihrer Quartalszahlen am Freitag katapultierte sich die Aktie auf ein neues Allzeithoch. Das überraschend starke Abschneiden in den ersten neun Monaten 2025 und eine angehobene Jahresprognose elektrisierten die Anleger. Doch was steckt hinter diesem Höhenflug?
Kreditboom treibt Wachstum an
Das Geheimnis des Erfolgs liegt in der robusten Kreditnachfrage in Zentral- und Osteuropa. Mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent auf 228,0 Milliarden Euro bewies die Erste Group ihre starke Marktposition. Besonders bemerkenswert:
- Nettogewinn: Stieg auf 2,57 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,52 Milliarden)
- Zinsüberschuss: Plus 3 Prozent auf 5,76 Milliarden Euro
- Provisionsüberschuss: Kräftiges Wachstum um 8,4 Prozent auf 2,34 Milliarden Euro
Die Wachstumstreiber waren vor allem Tschechien, Österreich und die Slowakei, wo die Nachfrage nach Wohnbaukrediten trotz des herausfordernden Zinsumfelds anhielt.
Schatten am Horizons: Kostendruck steigt
Doch nicht alles glänzt im Zahlenwerk der Bank. Der Verwaltungsaufwand kletterte auf 4,07 Milliarden Euro, getrieben von höheren Personal- und IT-Kosten. Die Folge? Die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich von 45,8 auf 47,4 Prozent – ein Warnsignal für Effizienz-orientierte Anleger.
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Bankchef Peter Bosek bleibt dennoch optimistisch und sieht Zentral- und Osteuropa als „Wachstumsmarkt Europas“. Ein Meilenstein untermauert diese Einschätzung: Die Tochter Erste Asset Management knackte erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke beim verwalteten Vermögen.
Management hebt Prognose an
Die starken Zahlen haben Konsequenzen: Das Management korrigierte den Ausblick für 2025 nach oben. Diese Zuversicht spiegelte sich bereits am Freitag im Kurs wider – die Aktie erreichte bei 89,45 Euro ihr neues Allzeithoch und bestätigte damit die positive Einschätzung der Analysten, die zuvor noch zurückhaltender gewesen waren.
Die nächsten Bewährungsproben stehen bereits fest: Am 26. Februar 2026 folgen die vorläufigen Gesamtjahresergebnisse, der vollständige Geschäftsbericht am 13. März. Kann die Erste Group ihre Erfolgssträhne fortsetzen?
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