Ethereum: Bitmine nähert sich dem Kaufziel
Mit 6.028.946 Ether liegt Bitmine bei 4,9 Prozent des Gesamtangebots; Chairman Tom Lee kündigt das Ende weiterer Käufe am Ziel an.

Kurz zusammengefasst
- 12.532 Ether in einer Woche hinzugekauft
- Bestand entspricht 4,9 Prozent des Angebots
- Rund 100.000 Ether fehlen noch zum Ziel
- Ledger-Fälle betreffen Geräte von CryptoBilis
Ein Unternehmen hortet inzwischen fast fünf Prozent aller Ether. Bitmine Immersion Technologies hat seine Bestände diese Woche erneut aufgestockt und steht kurz vor dem selbst gesteckten Ziel. Dann, so kündigt Chairman Tom Lee an, soll Schluss sein mit dem Zukauf.
Bitmine fast am Ziel
Das Unternehmen kaufte in der vergangenen Woche 12.532 ETH hinzu. Der Bestand steigt damit auf 6.028.946 Ether, bewertet mit 2.544 Dollar je Token. Das entspricht 4,9 Prozent des gesamten Angebots. Bitmine nennt sein Ziel von fünf Prozent die „Alchemy of 5%“.
Die Zukäufe verlangsamen sich. In der Vorwoche hatte die Firma noch Ether für rund 41 Millionen Dollar erworben, diesmal waren es etwa 32 Millionen. Lee sprach zuletzt von rund 100.000 ETH, die noch fehlten. „Now we’re done stacking while a bull market is starting“, sagte er.
Den Großteil des Bestands hat Bitmine im Staking gebunden, rund 84 Prozent. Das Unternehmen rechnet daraus mit jährlichen Erlösen von etwa 336 Millionen Dollar. Sobald alle Coins gestakt sind, sollen es 400 Millionen werden.
Lees Bullenmarkt-These
Lee erwartet den „größten Kryptobullenmarkt aller Zeiten“. Als Treiber nennt er Tokenisierung, einen Vermögenstransfer zu jüngeren Anlegern, KI-Agenten mit Krypto-Wallets und Unternehmen, die Coins dauerhaft aus dem Markt nehmen. Anders als im Zyklus 2019 bis 2021 spielten solche Treasury-Firmen diesmal eine Rolle. Ether habe im dritten Quartal den S&P 500 trotz restriktiver Geldpolitik deutlich geschlagen.
Der Ether-Kurs lag am Montag bei rund 2.529 Dollar, ein Plus von gut einem Prozent binnen 24 Stunden. Die Bitmine-Aktie hängt laut Lee zu 90 Prozent an Ether. Bei 22.000 Dollar je ETH sieht er die Aktie bei 300 bis 500 Dollar. Das ist eine Prognose des Firmenchefs, keine Marktmeinung.
Ledger-Vorfall belastet das Umfeld
Abseits der Treasury-Story sorgt ein Sicherheitsfall für Unruhe. Der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger führt alle bestätigten Fälle auf Geräte des Händlers CryptoBilis zurück. Betroffen sind vor allem Nutzer in Südostasien. Ein Onchain-Ermittler beziffert die mutmaßlichen Diebstähle auf mehr als 86 Millionen Dollar, verteilt auf Ethereum, Tron und Bitcoin. Ledger hat diese Summe nicht bestätigt.
Nach Analyse der Ermittler schleuste der Täter 2.810 ETH durch Tornado Cash. Rund 15.475 ETH gelten weiterhin als nicht eingefroren. Die Angaben sind nicht unabhängig geprüft. Ledger rät CryptoBilis-Käufern, ihre Geräte nicht einzurichten und Guthaben auf eine neue Seed Phrase zu übertragen.
Für Ether zählt nun vor allem Bitmines Weg zur Fünf-Prozent-Marke. Fehlen die letzten rund 100.000 ETH, endet der Dauerkäufer am Markt, den Lee selbst als dauerhaft entzogenes Angebot beschreibt.
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