Der Kryptomarkt bleibt angespannt – doch während Ethereum unter der psychologisch wichtigen Marke von 3.000 US-Dollar festhängt, kaufen institutionelle Investoren im großen Stil nach. Allein am 23. Januar flossen über eine Milliarde Dollar in ETH. Gleichzeitig warnen Sicherheitsforscher: Ein Großteil des jüngsten Netzwerkwachstums ist Illusion – getrieben durch eine ausgeklügelte Betrugsmasche.
Die technische Lage: Kampf um 3.000 Dollar
Ethereum notiert aktuell bei rund 2.950 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung Anfang der Woche eine 15-prozentige Korrektur erlebte. Die Zone um 2.860 Dollar hat sich dabei als robuste Unterstützung erwiesen und Verkaufsdruck erfolgreich absorbiert.
Technisch steht ETH an einem Scheideweg: Bullen müssen die Marke von 3.010 Dollar nachhaltig überwinden, um eine kurzfristige Trendwende einzuleiten. Ein Ausbruch könnte den Weg in Richtung 3.350 Dollar freimachen. Sollte dagegen die Unterstützung bei 2.860 Dollar brechen, droht ein Rutsch in Richtung 2.720 Dollar.
Der Relative Strength Index (RSI) deutet auf nachlassenden Verkaufsdruck hin – die Stimmung bleibt dennoch vorsichtig.
Täuschend echtes Wachstum: Die Adress-Vergiftung
Die täglichen aktiven Adressen im Ethereum-Netzwerk sind zuletzt auf fast 1,3 Millionen gestiegen – ein Niveau, das zuletzt Mitte 2025 erreicht wurde. Doch Sicherheitsexperten warnen: Dieser Anstieg ist zu großen Teilen unecht.
Hinter den Zahlen steckt eine ausgeklügelte Betrugsmasche namens „Address Poisoning“. Angreifer nutzen die seit dem Fusaka-Upgrade im Dezember 2025 drastisch gesunkenen Transaktionskosten aus, um Millionen von Wallets mit winzigen Stablecoin-Beträgen zu fluten.
Das Ziel: In den Transaktionshistorien der Nutzer tauchen gefälschte Adressen auf, die echten Wallets täuschend ähnlich sehen. Wer nicht aufpasst und eine solche Adresse kopiert, sendet seine Coins direkt an die Betrüger.
Die Dimension des Problems:
- Über 1,5 Millionen Wallets bereits attackiert
- Bestätigte Verluste von mehr als 740.000 Dollar (Stand Mitte Januar)
- Rund zwei Drittel des jüngsten Netzwerkwachstums gehen auf Spam-Transaktionen zurück
Institutionelle Akkumulation im Milliarden-Bereich
Während das Netzwerk mit Spam kämpft, zeigt sich bei den Großinvestoren ein klares Bild: Sie kaufen massiv nach.
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Am 23. Januar stockten Wale – also Wallets mit mindestens 1.000 ETH – ihre Bestände um 350.000 ETH auf. Das entspricht einem Gegenwert von über einer Milliarde Dollar. Diese Kaufwelle stabilisierte die Unterstützung bei 2.860 Dollar.
Besonders auffällig: Bitmine Immersion Technologies hat seine Staking-Position laut Pressemitteilung vom 20. Januar auf 1,84 Millionen ETH ausgebaut – ein Wochenzuwachs von fast 582.000 ETH im Wert von rund 1,9 Milliarden Dollar. Die Gesamtposition des Unternehmens beläuft sich mittlerweile auf etwa 5,9 Milliarden Dollar.
Parallel dazu sinken die ETH-Bestände auf Handelsplattformen weiter. Knapp 30 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots sind inzwischen in Staking-Verträgen gebunden – ein zusätzlicher Faktor, der das verfügbare Angebot verknappt.
Vitalik Buterins Vision für 2026
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat 2026 zum Jahr der „Computing Self-Sovereignty“ erklärt. In einem vielbeachteten Beitrag diese Woche plädierte er für eine technologische Infrastruktur, die Zero-Knowledge-Proofs, lokale KI-Modelle und dezentrale Alternativen zu Big-Tech-Diensten integriert.
Buterin betont: Diese Vision ist kein Abschied von finanzieller Skalierung, sondern ihre Ergänzung. Ethereum soll als neutraler, zensurresistenter „Weltcomputer“ dienen – mit Privatsphäre als Fundament.
Während Teile der Trading-Community eine schärfere Fokussierung auf Kurssteigerungen fordern, sieht die Entwickler-Community diesen Ansatz als entscheidend für Ethereums langfristige Relevanz.
Entscheidung steht bevor
Die Marktstimmung bleibt gespalten. Einerseits signalisieren institutionelle Milliarden-Käufe und die aggressive Staking-Strategie von Playern wie Bitmine tiefe Überzeugung. Andererseits bremsen die verbreiteten Betrugsattacken und das Scheitern an der 3.000-Dollar-Marke die Euphorie bei Privatanlegern.
Sollte Ethereum die Marke von 3.010 Dollar nachhaltig durchbrechen, dürfte sich die Stimmung drehen. Bis dahin bleibt die Frage offen, ob die massive Akkumulation der Wale einen nachhaltigen Boden gelegt hat.
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