Ethereum durchlebt aktuell das drittschlechteste erste Quartal seiner Geschichte. In dieser ohnehin fragilen Marktphase sorgt ausgerechnet Co-Gründer Vitalik Buterin für zusätzliche Unruhe. Während der Kurs mit wichtigen technischen Marken kämpft, trennt sich der Mastermind hinter der Blockchain von Anteilen in Millionenhöhe und wirft die Frage auf, wie viel Vertrauen derzeit im Markt verblieben ist.
Buterins Verkäufe belasten das Sentiment
Nach einer zweiwöchigen Pause hat Vitalik Buterin seine Verkäufe wieder aufgenommen. On-Chain-Daten belegen, dass der Ethereum-Mitbegründer allein am vergangenen Wochenende rund 1.694 ETH veräußerte. Insgesamt summieren sich seine Abverkäufe seit Ende Januar auf über 15,5 Millionen US-Dollar. Zwar nutzt Buterin für diese Transaktionen das „CoW Protocol“, welches durch gebündelte Auktionen den direkten Einfluss auf den Börsenkurs minimieren soll, doch die psychologische Signalwirkung auf die Anleger wiegt schwer.
Der Zeitpunkt für diese Liquidierungen ist denkbar ungünstig. Mit einem Minus von fast 38 Prozent seit Jahresanfang steuert die zweitgrößte Kryptowährung auf einen historischen Fehlstart zu, vergleichbar nur mit den Bärenmärkten von 2018 und 2022. Besonders auffällig ist die Entkopplung von den klassischen Märkten: Während Gold und Aktienindizes wie der S&P 500 stabil blieben oder zulegten, kämpfen Krypto-Assets mit massiven Kapitalabflüssen.
Warnsignale auf der Blockchain
Die technische Lage bleibt angespannt und wird durch das Verhalten der Anleger weiter verschärft. On-Chain-Analysen deuten darauf hin, dass viele Marktteilnehmer derzeit bereit sind, ihre Bestände sogar mit Verlust abzustoßen. Der sogenannte SOPR-Indikator (Spent Output Profit Ratio) fiel auf den tiefsten Stand seit April 2025, was auf eine breite Kapitulation hindeutet.
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Zusätzlich hat sich um die Marke von 2.000 US-Dollar ein massiver Widerstand gebildet. Hier sitzen viele Investoren fest, die bei einer leichten Erholung sofort verkaufen, um ihren Einstandskurs zu sichern. Gleichzeitig ist die Zahl neuer Adressen im Netzwerk drastisch gefallen, was auf ein derzeit geringes Interesse von Kleinanlegern schließen lässt. Auch die Zuflüsse in Ethereum-ETFs sind nach einer kurzen positiven Phase wieder versiegt.
Langfristige Pläne als Gegenpol
Trotz der aktuellen Preisschwäche wird im Hintergrund weiter an der Infrastruktur gearbeitet. Die Ethereum Foundation hat ihre Prioritäten für das Jahr 2026 bestätigt, darunter zwei große Netzwerk-Upgrades namens „Glamsterdam“ und „Hegotá“. Ziel dieser technischen Überarbeitungen ist es, die Skalierbarkeit drastisch zu erhöhen und die Transaktionskosten weiter zu senken. Diese fundamentale Weiterentwicklung könnte langfristig als stabilisierender Faktor wirken, auch wenn sie das aktuelle Marktsentiment kurzfristig kaum aufhellen kann.
Aktuell notiert Ethereum bei rund 1.862 US-Dollar und damit deutlich unter dem psychologisch wichtigen Widerstandsbereich. Ob die derzeitige Kapitulation der Verkäufer bereits den Boden markiert, hängt nun primär vom Zufluss neuen institutionellen Kapitals ab. Ohne frische Liquidität dürfte es für die Bullen schwer werden, die massive Verkaufszone bei 2.000 US-Dollar nachhaltig zu durchbrechen.
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