Ethereum: Kapitulation und Kaufrausch

Während Trend Research seine ETH-Position mit einem massiven Verlust von 747 Millionen Dollar auflöst, nutzt BitMine die Kursschwäche für aggressive Zukäufe. Die extreme Divergenz prägt die aktuelle Volatilität.

Kurz zusammengefasst:
  • Trend Research liquidiert gesamte ETH-Position
  • BitMine kauft antizyklisch 20.000 Ether nach
  • Verlust von 747 Millionen Dollar realisiert
  • Kampf um Bodenbildung bei 2.000 Dollar

Der Markt für die zweitgrößte Kryptowährung gleicht aktuell einem Schlachtfeld gegensätzlicher Institutionen-Strategien. Während ein bekannter Großinvestor seine Position unter enormen Verlusten vollständig auflöste, nutzt ein anderer Akteur die Kursschwäche für aggressive Zukäufe. Diese extreme Divergenz bei den sogenannten „Walen“ prägt die jüngste Volatilität und definiert den Kampf um die Bodenbildung.

747 Millionen Dollar Verlust realisiert

Trend Research, geführt von Jack Yi, hat die Reißleine gezogen. On-Chain-Daten von Analysefirmen wie Lookonchain und Arkham Intelligence belegen, dass die Investmentfirma ihre gesamte Ethereum-Position über mehrere Tage hinweg liquidiert hat. Bis zum Abschluss des Ausverkaufs am 8. Februar transferierte das Unternehmen über 651.000 ETH an die Börse Binance.

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Dieser Ausstieg markiert das Ende einer missglückten Hebel-Strategie auf dem DeFi-Protokoll Aave. Anstatt eine automatische Zwangsliquidierung durch fallende Kurse zu riskieren, entschied sich Trend Research für den aktiven Verkauf. Die Bilanz ist verheerend: Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 2.055 Dollar realisierte die Firma einen geschätzten Gesamtverlust von rund 747 Millionen Dollar im Vergleich zum Einstiegskurs.

BitMine kauft massiv nach

In scharfem Kontrast dazu steht das Vorgehen von BitMine Immersion Technologies. Das Unternehmen unter dem Vorsitz von Tom Lee kaufte am 7. Februar antizyklisch rund 20.000 ETH für fast 42 Millionen Dollar hinzu. Damit baut BitMine seinen Bestand auf etwa 4,29 Millionen Ether aus und festigt seine Position als größter korporativer Ethereum-Halter.

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Tom Lee verteidigt diese Strategie trotz hoher unrealisierter Buchverluste und verweist auf historische Zyklen, in denen Ethereum mehrfach Korrekturen von über 60 Prozent verzeichnete. Um das Risiko abzufedern, setzt das Unternehmen zudem auf Staking: Knapp 3 Millionen der gehaltenen Ether generieren laufende Erträge, unabhängig von der aktuellen Kursentwicklung.

Volatilität und Ausblick

Der Konflikt zwischen Kapitulation und Akkumulation spiegelt sich im Kursverlauf wider. Nach einem Einbruch auf ein Tief von 1.748 Dollar – dem niedrigsten Stand seit Mai 2025 – konnte sich Ethereum zuletzt im Bereich von 2.090 Dollar stabilisieren. Auf Sicht von 30 Tagen steht jedoch immer noch ein Minus von rund 34 Prozent zu Buche.

Die kommenden Tage dürften zeigen, ob die Käuferseite das Niveau um 2.000 Dollar verteidigen kann. Neben den Marktmechanismen rücken nun auch regulatorische Aspekte in den Fokus: Für den morgigen 10. Februar ist ein Treffen im Weißen Haus mit Vertretern der Finanz- und Kryptoindustrie angesetzt, bei dem Stablecoin-Regulierungen diskutiert werden sollen.

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