Ethereum steckt diese Woche gleich in zwei sehr unterschiedlichen Geschichten: Auf der einen Seite treibt die Ethereum Foundation eine tiefgreifende technische Neuausrichtung voran. Auf der anderen Seite kauft ein großer Investor weiter ETH nach – obwohl die bisherigen Bestände deutlich im Minus liegen. Was bedeutet das für das Netzwerk und die Stimmung am Markt?
zkVMs: Ethereum will die Basis schneller machen
Am Dienstag hat Ethereum-Foundation-Forscher Ladislaus von Daniels skizziert, wie Blöcke künftig validiert werden sollen: über sogenannte Zero-Knowledge Virtual Machines (zkVMs). Die Idee dahinter ist simpel, aber weitreichend.
Statt dass jeder Validator jede Transaktion erneut ausführt, könnte ein einzelner Validator die Rechenarbeit übernehmen und anschließend einen kryptografischen Beweis liefern. Die übrigen Validatoren müssten dann nicht mehr “nachrechnen”, sondern nur noch den Beweis prüfen – deutlich schneller und mit weniger Aufwand.
Laut von Daniels hätte das zwei direkte Folgen:
- Mehr Durchsatz: Validatoren hätten mehr “Luft”, um Transaktionen zu verarbeiten.
- Geringere Hardware-Hürden: Auch kleinere, private Validatoren könnten mit weniger leistungsstarken Rechnern teilnehmen.
Von Daniels formulierte es so: Proof-Verifikation ersetzt das Re-Execution-Prinzip, und damit sinken die Hardware-Anforderungen. Knoten sollen zudem schneller synchronisieren können.
Spannend ist auch der strategische Unterton: Die Foundation rückt damit von der lange dominierenden Skalierungs-Erzählung ab, die vor allem auf Layer-2-Lösungen setzte. Der Fokus verschiebt sich hin zu Upgrades direkt auf der Hauptkette (Layer 1).
Fahrplan 2026 – und ein konkreter Termin
Ende Januar veröffentlichte die Ethereum Foundation eine 2026er Roadmap für ein L1-zkEVM, gegliedert in sechs Arbeitsbereiche: Standardisierung von Execution-Witnesses, zkVM-Gast-APIs, Integration in die Consensus-Layer, Prover-Infrastruktur, Benchmarking-Tools und formale Sicherheitsverifikation.
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Greifbar wird das schon diese Woche: Der erste L1-zkEVM-“Breakout Call” ist für den 11. Februar 2026 um 15:00 UTC angesetzt. Für das ganz nächste Upgrade ist zkVM zwar noch nicht eingeplant, aber als Priorität für das Jahr ist das Thema klar gesetzt.
Bitmine kauft weiter – trotz Milliarden-Minus
Während die Technik-Pläne nach vorn zeigen, bleibt der Markt nervös. Der institutionelle Investor Bitmine (Chairman: Tom Lee) hat laut Unternehmensmitteilung am Montag ETH im Wert von rund 80 Mio. US-Dollar zugekauft.
Bitmine hält damit nach eigenen Angaben 3,6% des gesamten ETH-Angebots und peilt 5% an. Als Unterstützer werden unter anderem Founders Fund (Peter Thiel) und ARK Invest (Cathie Wood) genannt.
Der Haken: Laut DL News sitzt Bitmine gleichzeitig auf mindestens 6,6 Mrd. US-Dollar nicht realisierten Verlusten aus den ETH-Beständen. Auch die eigene Aktie stand demnach unter Druck und fiel in den vergangenen sechs Monaten um rund 66%.
Stimmung bleibt gedrückt – auch on-chain
Im Februar wirkt das Sentiment um Ethereum gedämpft. Laut von DL News zitierten On-Chain-Daten haben in den letzten Wochen auch prominente Akteure wie Vitalik Buterin sowie Aave-Gründer Stani Kulechov Teile ihrer Bestände verkauft.
In den bereitgestellten Kursdaten spiegelt sich der Druck ebenfalls wider: In den letzten 30 Tagen liegt ETH rund 34% im Minus – trotz einer kleinen Tagesbewegung nach oben.
Zum Wochenbild passt damit vor allem eins: Ethereum entwickelt sich technisch weiter und plant eine der potenziell größten Architektur-Änderungen seiner Geschichte. Gleichzeitig bleibt der Markt kurzfristig angespannt – und große Käufer wie Bitmine setzen dennoch auf weitere Akkumulation, während die zkVM-Arbeit ab dem 11. Februar in die nächste konkrete Abstimmungsrunde geht.
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