EURO STOXX 50: UniCredit treibt auf 5.869
Trotz hoher Ölpreise steigt der EURO STOXX 50 dank Rekordgewinnen bei UniCredit und Umsatzwende bei Anheuser-Busch InBev.

Kurz zusammengefasst
- EURO STOXX 50 schließt mit 1,83 Prozent im Plus
- UniCredit meldet Rekordgewinn und Übernahmeangebot
- Anheuser-Busch InBev mit erstem Umsatzplus seit drei Jahren
- HSBC verliert nach Bekanntwerden von Betrugsfall
Starke Unternehmenszahlen verdrängen die Sorgen um den Nahen Osten. Trotz Ölpreisen von über 110 Dollar pro Barrel kletterte der EURO STOXX 50 am Dienstag deutlich. Der Index schloss bei 5.865,57 Punkten—ein Plus von 1,83 Prozent.
Banken und Konsumwerte im Aufwind
UniCredit trieb die Stimmung maßgeblich an. Die italienische Großbank meldete einen Rekordgewinn von 3,2 Milliarden Euro für das abgelaufene Quartal. Parallel dazu startete das Institut offiziell sein Übernahmeangebot für die Commerzbank im Wert von 35 Milliarden Euro.
Die Aktie legte um gut sechs Prozent zu. Auch der Brauereiriese Anheuser-Busch InBev überzeugte die Marktteilnehmer. Nach drei Jahren rückläufiger Zahlen wuchs der Umsatz erstmals wieder, was das Papier um 9,3 Prozent nach oben katapultierte. Siemens und Rheinmetall stützten den Aufwärtstrend mit Gewinnen von über drei Prozent.
HSBC durch Betrugsfall belastet
Ein Betrugsfall bei HSBC belastete hingegen das europäische Sentiment. Die Bank verlor 6,7 Prozent an Wert, nachdem Berichte über einen Verlust von 400 Millionen Dollar bekannt wurden. Banco de Sabadell gab nach einem Gewinnrückgang um 2,7 Prozent nach.
Mit dem jüngsten Anstieg notiert der Index nun knapp über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 5.822,22 Punkten. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 68,3—ein Niveau, das auf eine kurzfristig angespannte Marktsituation hindeutet. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bleibt mit knapp drei Prozent positiv.
Der Markt testet nun den Widerstand bei 5.872 Punkten. Am Mittwoch rückt die Nachhaltigkeit dieser Rallye in den Fokus, während die EZB über potenzielle Zinsanpassungen berät. Die erfolgreiche Lancierung des UniCredit-Angebots dürfte die Volatilität im Bankensektor hochhalten.
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