European Lithium Aktie: 356 Millionen AUD Liquidität gesichert
European Lithium erfüllt Liquiditätsbedingung für Milliarden-Fusion mit Critical Metals. Aktienrückkauf läuft, Kurs gibt nach Rallye leicht nach.

Kurz zusammengefasst
- Liquiditätslücke für Fusion geschlossen
- Aktienverkauf an Critical Metals
- Millionenschweres Aktienrückkaufprogramm gestartet
- Pilotanlage in Grönland fertiggestellt
European Lithium räumt die letzten finanziellen Hürden für den Zusammenschluss mit Critical Metals aus dem Weg. Die Kasse ist gefüllt, die formellen Schritte laufen. An der Börse reagieren Investoren nach einer massiven Kursrallye dennoch mit Gewinnmitnahmen.
Liquidität gesichert
Der geplante Zusammenschluss mit der an der Nasdaq gelisteten Critical Metals Corp rückt näher. Die kommerziellen Rahmenbedingungen bleiben unverändert: Aktionäre von European Lithium erhalten 0,035 Critical-Metals-Aktien pro Anteilsschein. Das bewertet die Transaktion mit rund 835 Millionen US-Dollar.
Eine zentrale Bedingung für den Deal ist nun erfüllt. Ende März wies die Bilanz noch eine Lücke auf. Die Barmittel lagen bei 306 Millionen Australischen Dollar (AUD) – und damit unter der geforderten Schwelle von 330 Millionen AUD.
Um das Defizit auszugleichen, verkaufte das Management ein Aktienpaket an Critical Metals. Der Erlös stockte die Kasse auf rund 356 Millionen AUD auf. Andere Finanzierungswege waren versperrt. Die Exklusivitätsvereinbarung verbot bis zur Unterzeichnung eines bindenden Vertrags die Ausgabe neuer Aktien oder die Aufnahme von Schulden.
Kapitalmaßnahmen und Kursentwicklung
Parallel dazu ordnet das Unternehmen seine Kapitalstruktur. Neben der Ausgabe einer kleinen Tranche neuer Aktien aus der Wandlung bestehender Instrumente läuft ein millionenschweres Aktienrückkaufprogramm. Bis Mitte Oktober kauft European Lithium bis zu zehn Prozent des eigenen Grundkapitals zurück. Die erworbenen Papiere werden anschließend eingezogen.
An der Börse sorgt die gesicherte Liquidität kaum für neue Impulse. Die Aktie notiert aktuell bei 0,42 AUD und hat sich damit von ihrem Jahreshoch leicht entfernt. Zuvor hatte sich der Kurs seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht. Den Ausstieg des Großaktionärs Morgan Stanley im April steckte das Papier mit einem nur kurzen Rücksetzer gut weg.
Blick nach Grönland
Abseits der Finanzierungsfragen rückt das operative Geschäft in Grönland in den Fokus. Die Pilotanlage in Qaqortoq ist fertiggestellt. Für Juni plant das Unternehmen die Entnahme einer 150 Tonnen schweren Sammelprobe. Dafür fehlt lediglich noch die Betriebsgenehmigung der lokalen Behörden.
Das Vorkommen enthält schwere Seltene Erden wie Terbium und Dysprosium. Diese Metalle sind für Elektromotoren und Rüstungsgüter essenziell. Geopolitische Initiativen wie der im März geschlossene Aktionsplan zwischen den USA und Japan stärken die strategische Bedeutung solcher Projekte außerhalb Chinas.
Der weitere Zeitplan für die Fusion nimmt derweil Form an. Mitte des Jahres soll der formelle Durchführungsvertrag unterzeichnet werden. Im dritten Quartal 2026 stimmen die Aktionäre über den Zusammenschluss ab. Nach Abschluss der Transaktion plant Critical Metals, rund 45 Millionen eigene Aktien einzuziehen, um die Handelsliquidität an der Nasdaq zu stärken.
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