Die österreichische Regierung hat die Bergbaulizenz für das Wolfsberg-Lithiumprojekt um zwei Jahre verlängert. Der am 2. Februar 2026 bestätigte Bescheid sichert einem der strategisch wichtigsten Lithiumvorkommen Europas die regulatorische Grundlage – und verschafft European Lithium Limited (ASX: EUR) als größtem Anteilseigner des Projektbetreibers Critical Metals Corp. (Nasdaq: CRML) neue Planungssicherheit.
Kernfakten auf einen Blick:
- Lizenz für Wolfsberg gilt nun bis Ende 2027
- Auflagen verlangen konkrete Entwicklungsfortschritte bis Ende 2026
- European Lithium hält 48 Millionen CRML-Aktien im Wert von rund 1,23 Milliarden A$
- Lithiumpreise haben sich binnen Jahresfrist verdoppelt
- Offtake-Vertrag mit BMW bereits unterzeichnet
Lizenz mit Bedingungen
Das österreichische Bundesministerium hat die Verlängerung an konkrete Leistungsparameter geknüpft. Der Projektbetreiber Critical Metals Corp. muss bis Ende 2026 nachweisbare Entwicklungsfortschritte vorweisen – eine automatische Verlängerung gibt es nicht.
CRML-Chairman Tony Sage erklärte gegenüber The Assay: „Wir haben uns kürzlich mit Obeikan (unserem saudi-arabischen Partner für die Hydroxid-Anlage) getroffen und einen Rahmen für eine ‚Bergbauentscheidung‘ bis Ende 2026 vereinbart – vorausgesetzt, die Preise bleiben stabil und Finanzierungsoptionen stehen zur Verfügung.“
Medienberichte über einen Lizenzentzug waren falsch. Die Verlängerung schafft Klarheit für die nächsten Projektschritte.
Milliardenbeteiligung an Critical Metals
European Lithium hält derzeit 48.036.338 Stammaktien an Critical Metals Corp. Nach dem Verkauf von 5 Millionen Aktien am 20. Januar 2026 lag der Wert dieser Position beim damaligen Schlusskurs von 17,17 US$ bei rund 824,8 Millionen US$ (ca. 1,23 Milliarden A$).
Der Verkauf spülte netto etwa 124 Millionen A$ in die Kasse und erhöhte die liquiden Mittel auf rund 322 Millionen A$. European Lithium verfügt damit über erhebliche finanzielle Flexibilität – gleichzeitig bleibt die Beteiligung an CRML das zentrale Asset.
Die CRML-Aktie unterliegt täglichen Kursschwankungen. Der Wert der European-Lithium-Beteiligung bewegt sich entsprechend mit.
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Lithiumpreise im Aufwind
Das Marktumfeld hat sich deutlich verbessert. Batterietaugliches Lithiumkarbonat notiert in China bei umgerechnet 23.000 bis 24.000 US$ pro Tonne – ein Anstieg von über 40 Prozent im Monatsvergleich und mehr als 100 Prozent im Jahresvergleich.
Spodumen-Konzentrat (6% Li₂O, CIF China) hat sich ebenfalls erholt und liegt zwischen 2.000 und 2.168 US$ pro Tonne. Diese Preisniveaus rücken die Wirtschaftlichkeit von Hartgestein-Lithiumprojekten in Europa in realistische Reichweite.
Strategische Partner bereits an Bord
Zwei Partnerschaften untermauern die Entwicklungsperspektive:
Obeikan Industrial Group: Joint-Venture-Rahmen für eine Lithiumhydroxid-Raffinerie in Saudi-Arabien. Die Anlage soll das Rohmaterial aus Wolfsberg weiterverarbeiten.
BMW Group: Verbindlicher Langfrist-Offtake-Vertrag für batterietaugliches Lithiumhydroxid. Der Automobilkonzern sichert sich damit Zugang zu europäischem Material.
Die Kombination aus lokaler Förderung und internationaler Verarbeitung zielt auf die europäische E-Mobilität und Batteriespeicher-Märkte.
EU-Rohstoffstrategie als Rückenwind
Die Lizenzverlängerung fügt sich in die europäische Rohstoffpolitik ein. Der Critical Raw Materials Act der EU schreibt vor, dass bis 2030 zehn Prozent des jährlichen Lithiumbedarfs aus heimischer Förderung stammen müssen. Aktuell deckt Europa nur ein bis zwei Prozent des Bedarfs aus eigener Produktion.
Wolfsberg gehört zu den wenigen fortgeschrittenen Lithiumprojekten auf dem Kontinent. Mit der Lizenzverlängerung bis 2027 und der Frist für eine Bergbauentscheidung bis Ende 2026 läuft nun die Uhr für Critical Metals – und damit für European Lithium als Hauptaktionär.
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