European Lithium Aktie: Fusion mit Critical Metals
European Lithium steigt nach Übernahmeankündigung durch Critical Metals Corp. Aktionäre stimmen über Fusion und Kreuzholding-Auflösung ab.

Kurz zusammengefasst
- Kursplus von zwölf Prozent
- Bindende Übernahmevereinbarung unterzeichnet
- Fusion bündelt Tanbreez-Projekt
- Kreuzholding-Aktien sollen eingezogen werden
Knapp zwölf Prozent in einer Woche — European Lithium hat an der australischen Wertpapierbörse ASX eine bemerkenswerte Woche hinter sich. Den Abschluss bildete Freitag mit einem Tagesplus von 5,43 Prozent auf A$0,485. Treiber ist eine konkrete Übernahme, die die Aktionäre schon bald vor eine Abstimmung stellt.
Fusion mit Critical Metals Corp.
Am 18. Mai 2026 unterzeichneten European Lithium und der Nasdaq-gelistete Konzern Critical Metals Corp. eine bindende Vereinbarung zur Übernahme. Critical Metals übernimmt sämtliche ausgegebenen Aktien und Optionen von European Lithium im Rahmen zweier miteinander verknüpfter Schemes of Arrangement nach australischem Recht. Die Gegenleistung: 0,035 Critical-Metals-Aktien je European-Lithium-Aktie.
Das Volumen am Freitag unterstrich das Interesse der Anleger — rund 20,7 Millionen Aktien wechselten den Besitzer.
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Tanbreez und die Kreuzholding-Auflösung
Im Kern geht es um das Tanbreez-Projekt, ein schweres Seltene-Erden-Vorkommen im Süden Grönlands. Critical Metals hält bereits 92,5 Prozent daran, European Lithium die verbleibenden 7,5 Prozent. Die Fusion bündelt das Eigentum unter einem Dach.
Strukturell besonders relevant: European Lithium besitzt derzeit über 45,5 Millionen Aktien von Critical Metals — rund 31 Prozent der ausstehenden Anteile. Nach Abschluss der Transaktion plant Critical Metals, diese Kreuzholding-Aktien einzuziehen. Das soll die Verwässerung reduzieren und den Streubesitz sowie die Handelsliquidität an der Nasdaq verbessern.
Zeitplan und offene Bedingungen
Bis zum Abschluss müssen mehrere Hürden genommen werden: die Zustimmung der European-Lithium-Aktionäre sowie regulatorische und gerichtliche Genehmigungen. Der Vollzug ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Stimmen die Aktionäre zu und erteilen die Behörden grünes Licht, entsteht eine konsolidierte Struktur rund um eines der strategisch bedeutsamsten Seltene-Erden-Projekte der Arktisregion.
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