European Lithium Aktie: Schwierigkeiten im Anzug?
Bis Donnerstag muss der Fusionsvertrag unterzeichnet sein, sonst droht das Scheitern der Transaktion mit Critical Metals.

Kurz zusammengefasst
- Frist für bindenden Fusionsvertrag bis 7. Mai
- Überkreuzbeteiligung soll aufgelöst werden
- Liquiditätslücke von 24 Millionen Dollar
- Tanbreez-Projekt startet, Wolfsberg verzögert
Bis Donnerstag muss European Lithium liefern. Entweder unterzeichnet der australische Rohstoffkonzern bis zum 7. Mai einen bindenden Fusionsvertrag mit dem Nasdaq-notierten Partner Critical Metals Corp. — oder das gesamte Transaktionskonstrukt steht zur Disposition.
Komplizierte Eigentümerstruktur soll aufgelöst werden
Das Besondere an dieser Fusion: European Lithium hält bereits rund 34 Prozent der ausstehenden Aktien von Critical Metals — knapp 45,5 Millionen Stücke. Diese Überkreuzbeteiligung soll mit Abschluss der Transaktion vollständig gestrichen werden. Das entlastet den Streubesitz und beendet ein strukturelles Problem, das Nasdaq-Investoren seit Längerem beschäftigt: European Lithium hat Critical-Metals-Aktien regelmäßig mit erheblichen Abschlägen auf den Markt geworfen, was den Kurs belastete.
Nach dem Zusammenschluss würden European-Lithium-Aktionäre rund 45 Prozent des kombinierten Unternehmens halten — und wären damit direkt an einer US-gelisteten Rohstoffplattform beteiligt, die sowohl das Tanbreez-Seltenerden-Projekt in Südgrönland als auch das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Österreich umfasst.
Liquiditätslücke als zentrales Hindernis
Damit die Fusion überhaupt vollzogen werden kann, muss European Lithium bei Abschluss über Nettoliquidität von mindestens 330 Millionen australischen Dollar verfügen. Ende März standen rund 306 Millionen Dollar in der Bilanz — eine Lücke von 24 Millionen Dollar.
Problematisch: Seit dem 15. April läuft ein Aktienrückkaufprogramm, das bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Kapitals zurückkaufen darf, was rund 12,6 Millionen australische Dollar kostet. Jede zurückgekaufte Aktie wird eingezogen — und zehrt damit direkt an den Reserven, die für die Fusionsbedingung gebraucht werden. Frisches Kapital aufzunehmen ist währenddessen ausgeschlossen: Eine Exklusivitätsvereinbarung verbietet sowohl Eigenkapital- als auch Fremdfinanzierung bis zum Ablauf der Frist am 7. Mai.
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Tanbreez auf Kurs, Wolfsberg hängt nach
Auf Projektebene zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Das Tanbreez-Projekt in Grönland nimmt Fahrt auf: Pilotanlagenbetrieb soll im Mai 2026 starten, ein 150-Tonnen-Bulkprobenprogramm ist für Juni geplant. Critical Metals hat außerdem eine Absichtserklärung der US-Exportkreditagentur EXIM Bank über 120 Millionen Dollar gesichert und verhandelt mit Abnehmern in den USA, Europa und Saudi-Arabien.
Anders das Wolfsberg-Lithiumprojekt in der Steiermark. Lokaler Widerstand und ausstehende Umweltgenehmigungen haben die finale Investitionsentscheidung trotz abgeschlossener Machbarkeitsstudie auf Ende 2026 verschoben. Die Bergbaulizenz läuft bis Anfang 2028.
Wenn die Parteien bis Donnerstag einen bindenden Vertrag unterzeichnen, ist die Aktionärsabstimmung bei European Lithium für das dritte Quartal 2026 geplant — mit einem anvisierten Abschluss in der zweiten Jahreshälfte. Scheitert die Frist, müsste das gesamte Transaktionsgerüst neu verhandelt werden.
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