Eutelsat: 1,64 Millionen Aktien zurückgekauft
Eutelsat sichert Finanzierung für LEO-Netzausbau, während Aktienrückkäufe den Kurs stabilisieren sollen.

Kurz zusammengefasst
- Liquiditätsvertrag mit BNP Paribas aktualisiert
- Über 1,64 Millionen Aktien zurückgekauft
- Kurs 47,6% unter 52-Wochen-Hoch
- LEO-Konnektivitätserlöse steigen um 65%
Der Satellitenbetreiber Eutelsat hat seinen Liquiditätsvertrag mit BNP Paribas aktualisiert. Zum 30. Juni 2026 hielt das Konto knapp 488.000 eigene Aktien sowie Barmittel von 925.513 Euro – ein leichter Anstieg beim Aktienbestand im Vergleich zum Jahresende 2025.
Im ersten Halbjahr 2026 kaufte Eutelsat über 1,64 Millionen Aktien zurück, im Volumen von 4,6 Millionen Euro. Gleichzeitig verkaufte das Unternehmen knapp 1,58 Millionen Titel und erlöste dafür 4,4 Millionen Euro. Solche Transaktionen dienen der Stabilisierung des Aktienkurses – ein übliches Instrument unter der französischen Marktaufsicht AMF.
Schwacher Jahresvergleich
Die Aktie notierte am Donnerstag bei 2,42 Euro. Der Kurs liegt damit 47,6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 4,62 Euro aus dem Mai 2026. Seit Jahresbeginn steht immerhin ein Plus von 35,3 Prozent zu Buche. Auf Jahressicht verliert die Aktie dagegen 18,3 Prozent – das spiegelt die anhaltende Skepsis der Anleger wider.
Wachstumstreiber LEO-Konstellation
Eutelsat kämpft mit strukturellen Herausforderungen. Der klassische Satellitengeschäftszweig (GEO) schrumpft. Dafür wächst das neue LEO-Netzwerk, das aus der OneWeb-Übernahme stammt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 legten die Konnektivitätserlöse um 15,3 Prozent zu – angetrieben durch einen 65-Prozent-Sprung bei LEO-basierten Lösungen.
Die Gesamterlöse erreichten 293 Millionen Euro, ein Plus von 3,1 Prozent auf vergleichbarer Basis. Das reicht, um die Jahresprognose zu bestätigen.
Hinzu kommt: Eutelsat schloss seine milliardenschwere Refinanzierung ab. Im März 2026 platzierte das Unternehmen Anleihen über 1,5 Milliarden Euro. Zusammen mit vorherigen Maßnahmen summiert sich das Finanzierungspaket auf rund fünf Milliarden Euro. Das Geld fließt vor allem in den Ausbau der LEO-Infrastruktur.
Die strategische Wende hin zum Breitbandgeschäft über niedrige Umlaufbahnen ist eingeleitet. Ob die Investitionen die erhofften Renditen bringen, wird sich in den kommenden Quartalszahlen zeigen – nicht in der Höhe des Aktienbestands auf dem Liquiditätskonto.
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