Eutelsat Aktie: CENTAURE-Auftrag über 350 Millionen
Satellitenbetreiber Eutelsat verliert trotz Großauftrag vom Militär und wachsender LEO-Sparte weiter an Börsenwert.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert zehn Prozent in einer Woche
- CENTAURE-Auftrag über 350 Millionen Euro
- LEO-Geschäft wächst um 50 Prozent
- Jahreszahlen am 10. Juli 2026 erwartet
Der Satellitenbetreiber Eutelsat erlebt eine schwierige Woche. Die Aktie schloss am Freitag bei 2,20 Euro. Das sind knapp zehn Prozent weniger als eine Woche zuvor.
Auf den Monat gesehen sieht es noch düsterer aus: Rund 48,6 Prozent Kursverlust. Die Halbierung des Aktienwerts binnen 30 Tagen ist ein massiver Einschnitt.
Dabei gab es durchaus gute Nachrichten. Anfang Juni sicherte sich Eutelsat den CENTAURE-Auftrag des französischen Verteidigungsministeriums. Ein Mehrjahresvertrag über bis zu 350 Millionen Euro.
Parallel dazu weitete der Konzern seine maritime Partnerschaft mit AST Networks aus. Dabei kommt die OneWeb-Konstellation im niedrigen Erdorbit (LEO) zum Einsatz.
Doch die Aufträge halfen nichts. Der Abwärtstrend war stärker.
Technische Signale auf Rot
Ein entscheidender Moment war der Bruch der Unterstützungsmarke bei 2,38 Euro. Seitdem dreht die Talfahrt weiter.
Die Aktie notiert nun unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 3,00 Euro, der 100-Tage-Wert bei 2,59 Euro. Selbst der 200-Tage-Durchschnitt von 2,63 Euro ist außer Reichweite.
Der RSI steht bei 31,0 Punkten. Das ist nahe der überverkauften Zone. Eine technische Gegenbewegung ist nicht ausgeschlossen.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 4,62 Euro ist der Kurs mehr als 52 Prozent entfernt. Die annualisierte Volatilität liegt bei über 105 Prozent.
Geschäft im Wandel
Eutelsat steckt mitten im Umbau. Das Unternehmen setzt verstärkt auf LEO-Konnektivität. Die Aktivitäten in diesem Bereich wuchsen im Neunmonatszeitraum 2025/2026 um 50 Prozent.
Gleichzeitig verliert das alte Video-Geschäft weiter an Boden. Hinzu kommt ein negativer Währungseffekt von 42 Millionen Euro.
Die strategische Neuausrichtung ist also noch nicht abgeschlossen. Das erklärt einen Teil des Drucks auf den Aktienkurs. Die alten Geschäftsfelder schrumpfen, während die neuen noch nicht voll durchstarten.
Am 10. Juli 2026 legt Eutelsat die vollständigen Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025/2026 vor. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für technische Verkäufe.
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