Eutelsat Aktie: Lebendiger Optimismus

Der Satellitenbetreiber Eutelsat verpasst 550 Millionen Euro durch einen geplatzten Deal, was den Verschuldungsgrad erhöht. Gleichzeitig treibt das Unternehmen sein Wachstumsgeschäft im LEO-Segment voran.

Redaktion Stock-World ·
Eutelsat Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Fehlende Einnahmen von 550 Millionen Euro
  • Erhöhte Prognose für den Verschuldungsgrad
  • Starkes Umsatzwachstum im LEO-Geschäft
  • Großauftrag für neue Satellitengeneration vergeben

Der Start ins Jahr 2026 verläuft für Eutelsat anders als geplant. Der Satellitenbetreiber musste am 29. Januar bekannt geben, dass der Verkauf der Bodeninfrastruktur gescheitert ist, wodurch dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 550 Millionen Euro entgehen. Doch wie schwer wiegt dieser finanzielle Rückschlag angesichts der gleichzeitig laufenden Expansion im LEO-Segment?

Finanzielle Folgen und neue Prognose

Der geplante Verkauf an EQT Infrastructure VI kam nicht zustande, da laut Eutelsat nicht alle Bedingungen erfüllt wurden. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die Bilanzkennzahlen. Das Management musste die Prognose für den Verschuldungsgrad anpassen: Zum Ende des Geschäftsjahres 2025-26 wird nun ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von etwa 2,7x erwartet – zuvor lagen die Schätzungen bei 2,5x.

Allerdings hat die Medaille eine Kehrseite, die sich positiv auf die operative Marge auswirkt. Da der geplante Servicevertrag mit dem Käufer entfällt, spart sich Eutelsat jährliche Kosten von 75 bis 80 Millionen Euro. Langfristig hebt das Unternehmen daher das Ziel für die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2028-29 von 60 auf rund 65 Prozent an. Die Finanzierung geplanter Investitionen sei trotz der fehlenden Einnahmen nicht gefährdet.

Offensive im Weltraum

Während die Bodeninfrastruktur in eigener Hand bleibt, treibt Eutelsat den Ausbau der OneWeb-Konstellation voran. Mitte Januar vergab der Konzern einen Großauftrag über 340 LEO-Satelliten an Airbus Defence and Space. Zusammen mit einer Bestellung vom Dezember umfasst das aktuelle Auftragsvolumen 440 Einheiten.

Diese Satelliten der nächsten Generation sollen ab Ende 2026 ausgeliefert werden. Sie dienen dazu, die bestehende Flotte von über 600 Satelliten zu modernisieren und die operative Kontinuität zu sichern. Das LEO-Geschäft (Low Earth Orbit) ist derzeit der Wachstumsmotor des Konzerns: Im ersten Quartal stiegen die Umsätze in diesem Segment um rund 71 Prozent.

Zahlen im Februar entscheidend

Der Fokus richtet sich nun auf den 13. Februar 2026. An diesem Tag legt Eutelsat die Ergebnisse für das erste Halbjahr vor. Investoren werden genau prüfen, ob das starke Wachstum der LEO-Sparte die stagnierenden Umsätze im klassischen Geschäft kompensieren kann und wie das Management den erhöhten Verschuldungsgrad mittelfristig adressieren will.

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Eutelsat Aktie

1,80 EUR

+ 0,16 EUR +9,45 %
KGV —
KUV 1,34
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 2,11 Mrd. EUR
Ø Kursziel 2,27 EUR
ISIN: FR0010221234 WKN: A0HGPT

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