Eutelsat Aktie: LEO-Boom im Anflug

Eutelsats Halbjahreszahlen zeigen eine dynamische Transformation: Die Erlöse aus dem neuen LEO-Segment steigen um fast 60%, während das traditionelle Geschäft unter Druck steht.

Kurz zusammengefasst:
  • LEO-Erlöse steigen um fast 60 Prozent
  • Inflight-Connectivity wächst massiv in Flugzeugen
  • Milliarden-Finanzierung für Satellitenausbau gesichert
  • EBITDA-Marge sinkt in Übergangsphase

Eutelsat präsentiert sich im Wandel: Der französische Satellitenbetreiber setzt zunehmend auf das schnell wachsende LEO-Geschäft mit seiner OneWeb-Konstellation, während das klassische Satellitengeschäft stagniert. Die Halbjahreszahlen für 2025-26 zeigen erste Erfolge – aber auch die Herausforderungen dieser Transformation.

Die Fakten im Überblick:

Eutelsat

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  • Gesamterlöse von 592 Millionen Euro (−2,4% berichtet, stabil vergleichbar)
  • LEO-Erlöse explodieren um 59,7% auf 111 Millionen Euro
  • Bereinigte EBITDA-Marge bei 52,1% (−3,4 Prozentpunkte)
  • Fast 600 Flugzeug-Installationen abgeschlossen, über 1.500 im Auftragsbestand

Luftfahrt-Segment hebt ab

Das stärkste Signal kommt aus der Kabine: Eutelsat verzeichnet enormes Momentum bei der Inflight-Connectivity. Innerhalb von sechs Monaten hat sich die Zahl der installierten Antennen in Flugzeugen von 100 auf knapp 600 versechsfacht. Der Auftragsbestand wuchs im gleichen Zeitraum von 1.000 auf über 1.500 Flugzeuge.

Diese Entwicklung spiegelt die strategische Neuausrichtung wider: Das LEO-Segment macht inzwischen rund 20 Prozent der Gesamterlöse aus – Tendenz stark steigend. Die OneWeb-Konstellation mit über 600 Satelliten in 1.200 Kilometern Höhe positioniert Eutelsat als ernsthaften Wettbewerber im Markt für satellitengestützte Breitbandverbindungen.

Milliarden-Finanzierung trotz Antennen-Blockade

Eutelsat sicherte sich Anfang Februar eine Exportkredit-Finanzierung über 975 Millionen Euro für den Ausbau der LEO-Flotte. Mit französischer Staatsgarantie über Bpifrance finanziert das Unternehmen den Vertrag mit Airbus Defence and Space über 340 neue Satelliten aus Toulouse. Die Konstellation soll auf über 1.000 Einheiten anwachsen.

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Einen Dämpfer gab es beim geplanten Verkauf der Bodenantennen-Infrastruktur: Die französische Regierung blockierte im Januar die Transaktion an die Private-Equity-Firma EQT, die 550 Millionen Euro einbringen sollte. Finanzminister Roland Lescure stufte die Assets als strategisch für zivile und militärische Kommunikation ein. CEO Jean-François Fallacher zeigte sich enttäuscht, betonte jedoch, dass die Finanzierung des Entwicklungsplans gesichert bleibe.

Margendruck in der Übergangsphase

Die bereinigte EBITDA-Marge sank auf 52,1 Prozent – ein Rückgang um 3,4 Prozentpunkte. Eutelsat führt dies auf sanktionsbedingte Verluste im traditionellen Video-Segment und den Produktmix während der LEO-Hochlaufphase zurück. Das verdeutlicht: Der Übergang vom etablierten GEO-Geschäft (geostationäre Satelliten) zum dynamischen LEO-Markt ist mit kurzfristigen Margenbelastungen verbunden.

Für das Geschäftsjahr 2028-29 peilt Eutelsat Erlöse zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro an. Der französische Staat hält mit knapp 30 Prozent die größte Beteiligung und nimmt damit direkten Einfluss auf strategische Entscheidungen – wie die Antennen-Blockade zeigt.

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