Eutelsat Aktie: Paratus startet OneWeb in Namibia
Neue Dienste in Namibia und Algerien ergänzen Eutelsats Flottenerneuerung, während weitere indische Genehmigungen noch ausstehen.

Kurz zusammengefasst
- Algerische TV-Ausstrahlung länger vereinbart
- OneWeb-Dienst in Namibia gestartet
- Indische Regierungsgenehmigungen stehen noch aus
- Erste 32 neue Satelliten ausgeliefert
Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat treibt den Ausbau seiner erdnahen und geostationären Dienste voran, steht an den Finanzmärkten jedoch anhaltend unter Druck. Am Freitag gab das Papier um 1,1 Prozent nach und schloss bei 1,39 Euro. Anleger wägen die operativen Fortschritte beim weltweiten Ausbau derzeit gegen den zunehmenden Konkurrenzdruck durch globale Raumfahrtunternehmen ab.
Regionale Fortschritte in Afrika und Asien
Auf der operativen Seite meldet der Konzern Zuwächse in mehreren Zielmärkten. Am Mittwoch verlängerte Eutelsat die strategische Partnerschaft mit Télédiffusion d’Algérie zur weiteren Ausstrahlung algerischer Fernsehsender über den Satelliten EUTELSAT 7 West A im gesamten Nahen Osten und Nordafrika.
Zu den finanziellen Bedingungen machten die Partner keine Angaben. Am Montag nahm zudem Paratus Namibia den Dienst von Eutelsat OneWeb im erdnahen Orbit für Privat- und Geschäftskunden in Namibia in Betrieb.
Parallel dazu zeichnet sich im Wachstumsmarkt Indien ein weiterer Schritt ab. Gestern erklärte Rahul Vatts, Chief Regulatory Officer von Bharti Airtel, das Unternehmen habe die Sicherheitsdemonstrationen abgeschlossen.
Eutelsat OneWeb besitzt bereits die notwendige Lizenz sowie die Autorisierung der indischen Raumfahrtbehörde IN-SPACe. Für den eigentlichen Start der Satellitenkommunikationsdienste stehen jedoch noch weitere Genehmigungen der indischen Regierung aus.
Dieser schrittweise Ausbau zeigt, wie der Konzern versucht, neue Erlöse im Breitbandgeschäft zu erschließen, während etablierte Rundfunkverträge im traditionellen Satellitengeschäft für stabile Basiserträge sorgen sollen.
Marktdruck durch SpaceX und Flottenausbau
Demgegenüber steht ein sich verschärfender Wettbewerb im Satellitensektor. Am Donnerstag einigte sich SpaceX auf den vollständigen Erwerb des landesweiten 800-MHz-Frequenzportfolios von Grain Management. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, belastete dieser Schritt die Kurse US-amerikanischer und europäischer Telekommunikationswerte. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die US-Telekombehörde FCC.
Für Eutelsat wächst damit die Notwendigkeit, die eigene Flotte zügig auf dem neuesten Stand zu halten. Vor gut einer Woche lieferte Airbus Defence and Space die ersten 32 neuen OneWeb-Satelliten an Eutelsat aus. Diese Einheiten werden für den Transport im Vorfeld eines SpaceX-Starts vorbereitet. Die Tranche bildet den Auftakt für das Erneuerungsprogramm von Eutelsat, das insgesamt 669 Satelliten umfasst.
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