Eutelsat Aktie: Vierter Tag in Folge!
Eutelsat verzeichnet vierten Kursanstieg in Folge, angetrieben durch Angebote für das US-Militär und solide Quartalszahlen mit starkem Wachstum im LEO-Segment.

Kurz zusammengefasst
- Bewerbung um Pentagon-Aufträge für neue Satelliten
- AstraPNT als GPS-unabhängiges Militärsystem im Einsatz
- LEO-Umsatz wächst um fast 60 Prozent
- Aktienkurs legt über zwei Wochen 35 Prozent zu
Vier Handelstage in Serie mit Kursgewinnen — und dahinter steckt mehr als Stimmung. Eutelsat bewirbt sich aktiv beim US-Militär um Aufträge für seine nächste Satelliten-Generation. Das Geschäftsmodell dahinter ist neu, die Zahlen stimmen, und die Aktie quittiert beides mit einem deutlichen Anstieg.
Satelliten mit freien Slots für den Pentagon
Eutelsat hat bei Airbus Defense and Space 440 neue LEO-Satelliten bestellt. Sie sollen die ältere OneWeb-Flotte ersetzen. Lieferungen beginnen Ende 2026, Starts sind ab Anfang 2027 geplant.
Die Besonderheit: Jeder Satellit wird mit freier Kapazität für sogenannte Hosted Payloads vorkonfiguriert. Das US-Militär könnte diese Slots nutzen, um eigene Nutzlasten auf den Satelliten zu betreiben — Eutelsat stellt das Raumfahrzeug und die Datenverbindung, die Regierung behält die volle Kontrolle über ihre Systeme. Ian Canning, Chef von Eutelsat Network Solutions, nennt das eine Chance, „maßgeschneiderte Lösungen für die US-Regierung an Bord zu bringen.“
Findet sich kein Kunde, fliegen die Satelliten mit einem Massensimulator. Verzögerungen oder Strafzahlungen will Eutelsat so vermeiden. Die Kapazitäten werden nach dem Prinzip „first come, first served“ vergeben.
AstraPNT: GPS-Backup für den Kriegsfall
Ein zweites Militärprodukt ist bereits im Einsatz. AstraPNT bietet Positionierung, Navigation und Zeitreferenz — unabhängig von GPS. Das System nutzt Signale von Kommunikationssatelliten und kombiniert sie mit verbleibenden GNSS-Signalen. Es funktioniert auch in Umgebungen, in denen GPS aktiv gestört wird.
US-Militäreinheiten testen AstraPNT bereits. Mobile Terminals für den Feldeinsatz sind in Entwicklung. Canning verwies auf den Ukraine-Krieg als Beleg für die Dringlichkeit: „Die Ukraine hat uns viel gelehrt“ — nämlich, dass GPS-Jamming und -Spoofing im modernen Gefecht zur Normalität geworden sind.
Zahlen stützen die Kursbewegung
Die Aktie stieg am Donnerstag um 7,8 Prozent auf 3,15 Dollar. In Paris schloss das Papier bei 2,66 Euro, nach 2,50 Euro am Vortag. Über die vergangenen zwei Wochen summieren sich die Gewinne auf mehr als 35 Prozent.
Die operative Basis dafür ist solide. Im ersten Quartal 2026 erzielte Eutelsat stabile Gesamterlöse von 592 Millionen Euro. Das LEO-Segment wuchs dabei um fast 60 Prozent. Die Nettoverschuldung sank auf 1,3 Milliarden Euro.
Für das Gesamtjahr bestätigte das Management seine Prognose: 50 Prozent LEO-Umsatzwachstum und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von rund 2,7x zum Jahresende.
OneWeb ist neben Starlink das einzige vollständig operative LEO-Breitbandsystem weltweit — und das einzige in europäischer Hand. Für Regierungen, die auf souveräne Kommunikationslösungen setzen, ist das ein Argument. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob sich das in weiteren Vertragsabschlüssen niederschlägt.
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