Eutelsat: MTN Côte d’Ivoire für KONNECT
Eutelsat schließt mehrjährigen Breitbandvertrag mit MTN Côte d'Ivoire ab und bedient nun beide großen Telekomanbieter des Landes über KONNECT.

Kurz zusammengefasst
- Mehrjähriger Vertrag mit MTN Côte d'Ivoire
- KONNECT-Satellit für Breitband in ländlichen Regionen
- Beide großen Telekomanbieter der Elfenbeinküste als Kunden
- LEO-Erlöse steigen um knapp 60 Prozent
Eutelsat baut seine Präsenz in Afrika weiter aus. Der Pariser Satellitenbetreiber hat einen neuen mehrjährigen Vertrag mit MTN Côte d’Ivoire unterzeichnet — dem größten Telekommunikationsanbieter der Elfenbeinküste und einer Tochter der südafrikanischen MTN Group.
KONNECT als Rückgrat der Afrikastrategie
Kern des Deals: MTN Côte d’Ivoire nutzt Eutelsats geostationären Hochdurchsatzsatelliten KONNECT, um Breitbandzugang für Privatkunden und Unternehmen bereitzustellen. Ein besonderer Fokus liegt auf ländlichen Regionen, wo Community-WLAN-Hotspots digitale Teilhabe fördern sollen. Der Satellit ergänzt dort, wo terrestrische Netze nicht hinkommen.
Bemerkenswert: Mit Orange Côte d’Ivoire nutzt bereits ein direkter Konkurrent von MTN dieselbe KONNECT-Plattform — auf Basis einer Partnerschaft, die Eutelsat und Orange Africa im März 2025 vereinbarten. Eutelsat versorgt damit beide führenden Telekommunikationsanbieter des Landes über ein und dieselbe Infrastruktur.
Verhältnis zu MTN geht tiefer
Der neue GEO-Vertrag ist nicht der erste Berührungspunkt mit dem MTN-Ökosystem. Im August 2024 schloss Eutelsat bereits einen mehrjährigen Kapazitätsvertrag mit Bayobab, dem Infrastrukturarm der MTN Group, für das LEO-Netz OneWeb. Der aktuelle Deal schichtet nun GEO-Kapazität obendrauf — MTN Côte d’Ivoire erhält damit Zugang zu beiden Satellitenebenen.
LEO-Wachstum trägt die Zahlen
Im Hintergrund laufen die Geschäfte im LEO-Segment stark. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025/26 erzielte Eutelsat LEO-Erlöse von 111 Millionen Euro — ein Anstieg von knapp 60 Prozent. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt inzwischen bei rund 20 Prozent.
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Der Gesamtumsatz belief sich auf 592 Millionen Euro, was einem leichten Rückgang von 2,4 Prozent auf berichteter Basis entspricht — bereinigt blieb er stabil. Um das Wachstum zu finanzieren, schloss Eutelsat Anfang des Jahres ein milliardenschweres Refinanzierungsprogramm ab. Im Februar 2026 unterzeichnete das Unternehmen rund eine Milliarde Euro an Exportkreditfinanzierungen für die Beschaffung von 440 LEO-Satelliten bei Airbus Defence and Space.
Nächster Termin: Quartalszahlen im Mai
Parallel zur Expansion managt Eutelsat den natürlichen Lebenszyklus seiner GEO-Flotte. Zuletzt wurde der Satellit Eutelsat 139 West A nach 22 Betriebsjahren — deutlich über der ursprünglichen Auslegung von zwölf Jahren — in eine Friedhofsumlaufbahn überführt.
Wie sich die neuen Vertragsabschlüsse im dritten Quartal niederschlagen, zeigt sich am 12. Mai 2026, wenn Eutelsat seine Quartalszahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 veröffentlicht.
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