Eutelsat: MTN Côte d’Ivoire für Westafrika
Eutelsat treibt Breitbandausbau in der Elfenbeinküste voran und nimmt nach 22 Jahren einen Satelliten außer Betrieb.

Kurz zusammengefasst
- Neue Partnerschaft mit MTN Côte d'Ivoire
- Community-WLAN-Hotspots für ländliche Gebiete
- Alter Satellit nach 22 Jahren stillgelegt
- OneWeb-Konstellation wird um 440 Satelliten erweitert
Eutelsat hat eine neue Partnerschaft mit MTN Côte d’Ivoire geschlossen. Das Ziel: Breitband-Satelliteninternet in der Elfenbeinküste ausbauen — besonders in ländlichen Regionen, die bislang kaum versorgt sind.
Die Zusammenarbeit nutzt den Hochdurchsatz-Satelliten Eutelsat Konnect auf der Orbitalposition 7° Ost. Konkret sollen Community-WLAN-Hotspots entstehen, die Privatnutzer und Unternehmen gleichermaßen anbinden. MTN Côte d’Ivoire ist eine Tochter der MTN Group — mit der Eutelsat bereits seit August 2024 über deren Infrastruktursparte Bayobab zusammenarbeitet, damals für Kapazitäten im LEO-Netz OneWeb.
Satellit nach 22 Jahren außer Dienst
Parallel dazu hat Eutelsat seinen Satelliten Eutelsat 139 West A offiziell aus dem Betrieb genommen. Das Raumfahrzeug leistete mehr als 22 Jahre Dienst — deutlich länger als die ursprünglich geplanten 12 bis 15 Jahre. Am 12. April 2026 schickte das Kontrollzentrum in Issy-les-Moulineaux den letzten Befehl. Der Satellit wurde anschließend in einen Friedhofsorbit überführt.
OneWeb-Konstellation wächst
Für das LEO-Segment kommen gute Nachrichten. MDA Space erhielt den Auftrag, mehr als 1.320 Antennen für die Erweiterung der OneWeb-Konstellation zu bauen. Darunter sind über 880 steuerbare Ka-Band-Antennen und 440 Ku-Band-Antennen. Sie werden in Airbus-Arrow-Telekommunikationssatelliten integriert — Teil eines Auftrags über 440 zusätzliche LEO-Satelliten, den Eutelsat bereits früher platziert hatte.
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Im Videobereich lief es ebenfalls: Eutelsat verlängerte seine Partnerschaft mit dem mexikanischen Anbieter PCTV für Videodienste über den Satelliten EUTELSAT 117 West A. Außerdem schloss das Unternehmen Vereinbarungen mit dem karibischen Anbieter Co-op Cable sowie mit Cadena Tres aus Mexiko.
Kurs erholt sich, bleibt aber volatil
An der Börse spiegelt sich die operative Aktivität nur bedingt wider. Die Aktie notiert bei 2,85 Euro — ein Tagesverlust von knapp drei Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Kurs allerdings rund 59 Prozent zugelegt und liegt damit deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 1,65 Euro aus dem Dezember 2025. Der RSI von 11 signalisiert eine stark überverkaufte Lage — technisch ein ungewöhnlicher Wert, der auf kurzfristigen Verkaufsdruck hindeutet.
Ob die neuen Verträge in Afrika und Lateinamerika mittelfristig für Kursimpulse sorgen, hängt davon ab, wie schnell Eutelsat die Partnerschaften in tatsächliche Umsätze übersetzen kann. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob das Wachstum im Satelliten-Breitbandgeschäft die strukturellen Herausforderungen des Konzerns kompensiert.
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