Evonik: 5,66 Prozent Rendite mit Juni-Dividende
Evonik lockt mit fast 5,7 Prozent Dividendenrendite, doch Analysten sehen den fairen Wert unter dem aktuellen Kurs. Die Hauptversammlung im Juni rückt näher.

Kurz zusammengefasst
- Dividendenrendite von knapp 5,7 Prozent
- Analysten sehen Kurspotenzial nach unten
- Investitionen in Biopharma und Medizintechnik
- Neuer Finanzvorstand und verlängerte Verträge
Knapp 5,7 Prozent Dividendenrendite — das ist das Argument, mit dem Evonik derzeit dividendenorientierte Anleger anspricht. Für die Hauptversammlung im Juni plant der Spezialchemiekonzern eine Ausschüttung von 1,00 Euro je Aktie. Der Kurs liegt bei rund 17,75 Euro.
Analysten sehen wenig Aufwärtspotenzial
Das Problem: Die meisten Analysten sehen den fairen Wert deutlich unterhalb des aktuellen Kurses. Berenberg und die Deutsche Bank nennen 15,00 Euro als Kursziel, Jefferies liegt mit 15,10 Euro kaum höher. Der Durchschnitt der Kursziele beträgt 16,87 Euro — also rund fünf Prozent unter dem aktuellen Handelspreis.
Das KGV von knapp 14 spiegelt eine moderate Bewertung wider. Allerdings bleibt die Chemiebranche stark von den Energiekosten abhängig. Steigende Ölpreise und eine gedämpfte Konjunkturdynamik belasten den gesamten Sektor.
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Operative Investitionen und Führungskontinuität
Operativ setzt Evonik auf spezialisierte Wachstumsfelder. In der Slowakei investiert das Unternehmen 80 Millionen Euro in die Biopharmaherstellung. Im chinesischen Markt erhielt der Hochleistungskunststoff VESTAKEEP eine Zulassung für Medizintechnikprodukte.
An der Führungsspitze gibt es ebenfalls Bewegung — in geordneten Bahnen. Das Unternehmen hat einen neuen Finanzvorstand berufen und Vorstandsverträge bis Ende des Jahrzehnts verlängert. Das signalisiert Stabilität, nicht Aufbruch.
Hauptversammlung im Blick
Mit der Hauptversammlung im Juni rückt die Dividendenentscheidung näher. Für Anleger, die auf laufende Erträge setzen, bleibt die Rendite von fast 6 Prozent attraktiv — solange der Kurs nicht weiter nachgibt. Das Kursziel der Analysten liegt jedoch spürbar darunter. Wer auf Kursgewinne hofft, braucht entweder bessere Konjunkturdaten oder eine Neubewertung durch die Analysten.
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