Evonik Aktie: Absturz vorprogrammiert!

Evonik korrigiert Jahresprognose deutlich nach unten und verliert Finanzvorständin. Das bereinigte EBITDA für 2025 sinkt auf 1,9 Milliarden Euro, während das dritte Quartal schwächer ausfällt als erwartet.

Dr. Robert Sasse ·
Evonik Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Jahresprognose deutlich nach unten korrigiert
  • Finanzvorständin verlässt überraschend das Unternehmen
  • Drittes Quartal mit starkem Ergebnisrückgang
  • Restrukturierungsmaßnahmen und Personalabbau geplant

Der deutsche Chemiekonzern Evonik korrigierte seine Jahresprognose für 2025 deutlich nach unten und erwartet nun nur noch rund 1,9 Milliarden Euro bereinigtes EBITDA statt der bisherigen 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Parallel dazu verlässt Finanzvorständin Maike Schuh überraschend das Unternehmen nach nur zweieinhalb Jahren im Vorstand.

Düstere Quartalsprognose schockt Märkte

Für das dritte Quartal erwartet Evonik ein bereinigtes EBITDA zwischen 420 und 460 Millionen Euro – ein deutlicher Einbruch gegenüber dem Vorjahreswert von 577 Millionen Euro. Auch der Umsatz soll auf etwa 3,4 Milliarden Euro schrumpfen, nach 3,8 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Die erhoffte konjunkturelle Belebung in der zweiten Jahreshälfte blieb komplett aus.

Kunden agieren weiterhin extrem zurückhaltend in allen Segmenten und nahezu allen Endmärkten. Die ursprünglich erwartete Erholung ist damit gescheitert.

Führungswechsel sorgt für zusätzliche Turbulenzen

Der überraschende Abgang von Finanzchefin Maike Schuh kommt zur denkbar ungünstigsten Zeit. CEO Christian Kullmann übernimmt vorübergehend das Finanzressort, während Claus Rettig aus der Asien-Pazifik-Region die operativen Aufgaben übernimmt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Evonik?

Kann das Unternehmen in dieser kritischen Phase ohne erfahrenen Finanzvorstand die dringend notwendige Restrukturierung stemmen?

Strategische Neuausrichtung unter Druck

  • M&A-Pause bis 2027: Fokus auf Restrukturierung statt Wachstum
  • Personalabbau: 2.000 Arbeitsplätze sollen bis Ende 2026 wegfallen
  • Cash-Conversion sinkt: Von 42 Prozent (2024) auf nur noch 30-40 Prozent erwartet

Trotz der schwierigen Lage setzt Evonik strategische Investitionen fort. Erst gestern modernisierte das Unternehmen die Logistikinfrastruktur für MetAMINO® am Standort Antwerpen.

Die Q3-Zahlen am 4. November werden zeigen, ob Evonik die operative Kontrolle behalten kann. Der aktuelle Analystenkonsens von 1,96 Milliarden Euro EBITDA liegt bereits knapp über der neuen Unternehmensprognose – weitere Korrekturen scheinen unvermeidbar.

Evonik-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evonik-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten Evonik-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evonik-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Evonik: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Evonik Aktie

15,29 EUR

+ 0,59 EUR +4,01 %
KGV 26,04
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 6,96 %
Marktkapitalisierung 6,92 Mrd. EUR
ISIN: DE000EVNK013 WKN: EVNK01

Community Forum zu Evonik

Ähnliche Artikel

· Europa-Märkte

European Lithium Aktie: Weichenstellung in Österreich

· KI & Quantencomputing

Anthropic Aktie: Erfolgreiche Neupositionierung!

· IPOs

VINCORION Aktie: Bewährung Ende April

· Industrie

BASF Aktie: Doppelte Belastung

· Nasdaq

Nasdaq 100: ARM-Chip zündet Funken

Weitere Artikel zu Evonik

Alle Artikel anzeigen
· Industrie

Evonik Aktie: JPMorgan hebt hervor

· Industrie

Evonik Aktie: Tarifentscheidung mit Sprengkraft

· Industrie

Evonik Aktie: Inspirierende Resultate!

· Industrie

Evonik Aktie: Sparkurs trifft Asien-Expansion

· Industrie

Evonik Aktie: Spagat zwischen Sparen und Wachsen