Evonik Aktie: C4-Verkauf erwartet nach HV
Evonik steht vor dem Verkauf des C4-Geschäfts. Analysten sehen Potenzial in Advanced Technologies, die Aktie zeigt sich jedoch technisch überkauft.

Kurz zusammengefasst
- Deutsche Bank erwartet C4-Verkaufsankündigung
- Advanced Technologies mit positiver Dynamik
- Aktie technisch überkauft bei RSI 80
- Hold-Rating bestätigt, Kursziel bei 16 Euro
Evonik hält heute seine Hauptversammlung ab — und der Markt schaut dabei weniger auf die Tagesordnung als auf das, was danach kommen könnte. Deutsche Bank Research erwartet eine baldige Ankündigung zur Trennung vom C4-Chemikalien-Geschäft. Das wäre ein klarer Schritt hin zu margenstärkerer Spezialchemie.
Advanced Technologies als Kurstreiber?
COO Lauren Kjeldsen vermittelte bei Investorenveranstaltungen eine positive Stimmung. Besonders der Bereich Advanced Technologies zeige gute Dynamik. Kjeldsen sieht dort Aufwärtspotenzial für die Jahresziele — die Konsensschätzungen der Analysten liegen bereits über Evoniks eigener Zielspanne.
Die Deutsche Bank bestätigte am 1. Juni ihr „Hold“-Rating mit einem Kursziel von 16 Euro. Damit liegt das Ziel leicht unter dem aktuellen Kurs von 16,82 Euro.
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Kurs erholt, aber unter Druck
Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 26 Prozent zugelegt — einer der stärkeren Jahresverläufe im Chemiesektor. Der Blick über zwölf Monate trübt das Bild jedoch: Gegenüber dem Vorjahresniveau notiert die Aktie gut elf Prozent tiefer. Vom 52-Wochen-Hoch bei 19,36 Euro fehlen noch rund 13 Prozent.
Ein RSI von knapp 80 signalisiert technisch überkaufte Bedingungen. Kurzfristig könnte das die Luft für weitere Kursgewinne dünner machen.
Portfolioumbau als roter Faden
Eine mögliche C4-Veräußerung würde Evoniks Umbau konsequent fortsetzen. Das Unternehmen will weg von zyklischen Basischemikalien, hin zu spezialisierten Bereichen mit höheren Margen. Ob die HV heute konkrete Signale liefert oder die Ankündigung auf einen späteren Zeitpunkt fällt, bleibt offen — die Erwartungshaltung am Markt ist jedenfalls gesetzt.
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