Evonik Aktie: Morgan Stanley hebt Kursziel auf 19 Euro
Trotz geopolitischer Risiken und steigender Kosten bleibt Evonik im Aufwärtstrend. Morgan Stanley sieht Potenzial und hebt das Kursziel an.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel von Morgan Stanley auf 19 Euro angehoben
- Evonik-Aktie seit Jahresbeginn um 33 Prozent gestiegen
- RSI signalisiert mit 70,8 überkauften Zustand
- Geopolitische Spannungen belasten Lieferketten
Die Spezialchemie kämpft mit teurer Energie und gestörten Lieferketten. Bei Evonik blenden Investoren diese Risiken derzeit weitgehend aus. Eine frische Analystenbewertung liefert nun neue Argumente für den Optimismus.
Rückendeckung von Morgan Stanley
Morgan Stanley bekräftigte am Donnerstag die Einstufung „Overweight“ und hob das Kursziel von 18 auf 19 Euro an. Die Analysten verweisen auf das breite Fundament des Essener Konzerns. Das Portfolio verteilt sich über fünf Segmente, was für die nötige Umsatzstabilität in einem volatilen Markt sorgt. Besonders die starke Position bei Spezialadditiven und Ernährungsprodukten stützt die positive Einschätzung.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus der Aktie auf gut 33 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 17,78 Euro. Die Dividendenrendite liegt bei 6,23 Prozent.
Parallel dazu mahnen technische Indikatoren zur Vorsicht. Der Relative-Stärke-Index (RSI) der vergangenen 14 Tage steht bei 70,8. Werte in dieser Region signalisieren traditionell einen überkauften Zustand, was kurzfristige Gewinnmitnahmen begünstigen könnte.
Geopolitik und Kosten im Fokus
Das operative Umfeld bleibt anspruchsvoll. Geopolitische Spannungen in der Straße von Hormus stören die globalen Lieferketten für Chemikalien und Polymere. Engpässe und steigende Frachtraten belasten die Margen der gesamten Branche.
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Hinzu kommen steigende Kostenstrukturen in Europa. Die deutsche Inflationsrate kletterte im April auf 2,9 Prozent, angetrieben von spürbar teurerer Energie. Der seit Januar voll greifende EU-CO2-Grenzausgleich zwingt Importeure obendrein zum Kauf von Zertifikaten.
Wie unterschiedlich die Konkurrenz diese Hürden meistert, zeigt die jüngste Berichtssaison. Der Chemiehändler Brenntag verbuchte im ersten Quartal einen operativen Ergebnisrückgang von gut acht Prozent. Bayers Agrarsparte meldete indes ein währungsbereinigtes Umsatzplus von knapp sieben Prozent.
Evonik behauptet sich in diesem Spannungsfeld bisher robust. Mit einem Abstand von fast 20 Prozent zur 200-Tage-Linie bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Fällt der Kurs kurzfristig unter die Marke von 17 Euro, rückt die Unterstützungszone am 50-Tage-Durchschnitt von 16,18 Euro in den Fokus.
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