Während Evonik zuhause Stellen abbaut, expandiert der Konzern gleichzeitig auf zwei Kontinenten. Eine neue Vertriebspartnerschaft in den USA und ein Großauftritt auf Chinas wichtigster Beauty-Messe zeigen, wie der Essener Spezialchemiekonzern seine Strategie umsetzt: Kosten senken, Marktpräsenz ausbauen.
USA: VISIOMER® über IMCD-Netzwerk
In Nordamerika hat Evonik seine bestehende Zusammenarbeit mit dem Spezialchemie-Distributor IMCD auf die USA ausgeweitet. Bislang war die Partnerschaft auf Brasilien und Kanada begrenzt. Nun vertreibt IMCD das VISIOMER® Specialty-Methacrylates-Portfolio flächendeckend im größten Chemieeinzelmarkt der westlichen Welt.
Das Modell hat eine klare Logik: Statt eigene Vertriebsstrukturen aufzubauen, nutzt Evonik das bestehende Netzwerk von IMCD zu Formulierern und Herstellern. Die VISIOMER®-Materialien kommen in Beschichtungen, Kleb- und Dichtstoffen sowie Verbundwerkstoffen zum Einsatz.
China: Messepremiere und neues Innovationszentrum
Parallel dazu richtet Evonik den Blick nach Asien. Auf der PCHi in Hangzhou (18.–20. März) präsentiert das Unternehmen aktive und funktionale Inhaltsstoffe für Kosmetik und Haarpflege. Highlight ist die weltweite Premiere von SPHINOX® Vively, einem Hautpflegeprodukt, das auf Evoniks Ceramid-Kompetenz aufbaut.
Noch 2026 soll in Shanghai ein Asia Beauty Science & Innovation Center eröffnen. China ist der zweitgrößte Kosmetikmarkt weltweit — für Evonik ein strategischer Wachstumsanker.
Umbau liefert erste Ergebnisse
Die Marktoffensive findet vor einem herausfordernden Hintergrund statt. Das bereinigte EBITDA 2025 lag bei 1,87 Milliarden Euro und traf damit die Prognose. Für 2026 erwartet Evonik einen Wert zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro.
Das Transformationsprogramm „Evonik Tailor Made“ soll nach Abschluss jährliche Einsparungen von rund 400 Millionen Euro bringen. Der Großteil entfällt auf Personalabbau: Weltweit sollen bis zu 2.000 Stellen wegfallen, davon rund 1.500 in Deutschland.
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 34 Prozent verloren und notiert damit noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 22,26 Euro. Mit einem RSI von rund 20 signalisiert die Technische Analyse eine stark überverkaufte Situation.
Ob die Kombination aus Kostensenkung und Marktexpansion erste Spuren in den Margen hinterlässt, zeigt das Q1-Ergebnis am 8. Mai 2026.
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