Evonik: HV am 3. Juni mit 1,00-Euro-Dividende
Evonik plant gesenkte Dividende und neue Kapitalermächtigungen für Zukäufe. Michael Rauch wird neuer Finanzvorstand.

Kurz zusammengefasst
- Dividendenvorschlag von 1,00 Euro je Aktie
- Ermächtigung für Anleihen bis 1,25 Milliarden Euro
- Michael Rauch als neuer CFO vorgestellt
- CEO-Vertrag von Kullmann bis 2030 verlängert
Am 3. Juni 2026 lädt Evonik zur virtuellen Hauptversammlung — und die Tagesordnung hat es in sich. Neben einer gesenkten Dividende stehen weitreichende Kapitalermächtigungen zur Abstimmung. Der Chemiekonzern steckt mitten im Umbau.
Dividende sinkt, Rendite bleibt attraktiv
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Das sind 17 Cent weniger als zuletzt. Insgesamt fließen damit rund 466 Millionen Euro an die Aktionäre.
Beim aktuellen Kurs von 17,77 Euro entspricht das einer Dividendenrendite von knapp sieben Prozent. Der Ex-Tag ist der 4. Juni, die Auszahlung folgt am 9. Juni.
Ein Hinweis für die Folgejahre: Der Vorstand hat bereits angekündigt, die Dividende künftig auf 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses zu begrenzen. Für 2025 liegt die Ausschüttung noch deutlich darüber — ein einmaliger Effekt des laufenden Umbaus.
Kapitalspielraum für Zukäufe
Die Tagesordnung enthält substanzielle Kapitalmaßnahmen. Der Vorstand soll ermächtigt werden, Wandel- und Optionsanleihen bis zu 1,25 Milliarden Euro auszugeben. Hinzu kommt ein Bedingtes Kapital 2026 von bis zu rund 37 Millionen neuen Aktien — das entspricht acht Prozent des Grundkapitals.
Außerdem soll der Vorstand Bezugsrechte unter engen Vorgaben ausschließen dürfen, unter anderem für Akquisitionen. Diese Ermächtigungen geben Evonik finanzielle Flexibilität für den weiteren Umbaukurs.
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Neuer CFO, verlängerter CEO-Vertrag
Michael Rauch tritt seit dem 1. Mai 2026 als neuer Finanzvorstand an. Er besetzt damit eine seit September 2025 vakante Position. Rauch bringt 16 Jahre Erfahrung bei Henkel mit — in Strategie- und Finanzrollen in Deutschland, Schweden und China. Auf der Hauptversammlung stellt er sich den Aktionären erstmals persönlich vor.
CEO Christian Kullmann bleibt bis 2030. Der verlängerte Vertrag soll Kontinuität sichern, während das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“ läuft. Dieses Programm zielt auf den Abbau von bis zu 2.000 Stellen und soll die Kosten deutlich senken.
Zahlen im Rahmen, Ziele ambitioniert
Das bereinigte EBITDA 2025 lag bei 1,87 Milliarden Euro — im Rahmen der Prognose. Der Umsatz sank auf 14,1 Milliarden Euro, das Konzernergebnis stieg auf 265 Millionen Euro.
Für 2026 erwartet Evonik ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Mittelfristig strebt der Konzern eine Kapitalrendite von 11 Prozent an. 2025 lag der ROCE bei 6,1 Prozent. Der Weg dorthin ist lang.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 33 Prozent zugelegt. Einen ersten Hinweis, ob der Schwung anhält, liefern die Q1-Zahlen — sie erscheinen noch vor der Hauptversammlung im Mai.
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