Evotec Aktie: Härtetest im April
Evotecs Geschäftsbericht 2025 wird zum Prüfstein für die laufende Transformation. Das Unternehmen erwartet für 2026 rückläufige Umsätze und eine deutliche EBITDA-Lücke zu Analystenerwartungen.

Kurz zusammengefasst
- Vollständiger Jahresbericht 2025 erscheint am 8. April
- Restrukturierungsprogramm soll 75 Millionen Euro jährlich sparen
- Umsatzprognose für 2026 fällt unter Analystenerwartungen
- Goldman Sachs erhöht Anteil an Evotec deutlich
Am 8. April legt Evotec seinen vollständigen Geschäftsbericht 2025 vor — und der Termin hat mehr Gewicht als üblich. Nach einem turbulenten Jahr, das die Aktie rund 35 Prozent ins Minus gedrückt hat, gilt der Report als erster belastbarer Test dafür, ob die laufende Transformation Substanz hat.
Die vorläufigen Zahlen aus dem März liefern einen ersten Rahmen: Konzernumsätze von rund 788 Millionen Euro — am oberen Ende der eigenen Prognose — bei einem bereinigten EBITDA von rund 41 Millionen Euro. Hinter dieser Gesamtzahl verbergen sich jedoch gegenläufige Entwicklungen. Das Kerngeschäft Drug Discovery & Platform Development schrumpfte um 13 Prozent und schrieb operativ rote Zahlen. Die Biologics-Sparte legte dagegen um 40 Prozent zu.
Sparprogramm mit klarem Zeitplan
Der Jahresbericht wird erstmals vollständige Zahlen zum Restrukturierungsprogramm „Horizon“ liefern. Evotec baut sein globales Netzwerk auf zehn Standorte zurück und streicht bis zu 800 Stellen. Die damit verbundenen Cash-Aufwendungen beziffert das Unternehmen auf rund 100 Millionen Euro zwischen 2026 und 2028 — mit ersten positiven operativen Effekten ab der zweiten Jahreshälfte 2026 und vollständiger Umsetzung bis Ende 2027. Jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro sollen das Ergebnis langfristig entlasten.
Der abgeschlossene Verkauf des Biologics-Standorts in Toulouse an Sandoz gibt dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum: Der Deal bringt rund 350 Millionen US-Dollar in bar sowie potenziell mehr als 300 Millionen US-Dollar aus Lizenz- und Meilensteinzahlungen.
Guidance unter Analystenerwartungen
Die Prognose für 2026 bleibt der zentrale Unsicherheitsfaktor. Evotec erwartet Umsätze zwischen 700 und 780 Millionen Euro — also weniger als im Vorjahr — und ein bereinigtes EBITDA von lediglich 0 bis 40 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt über 80 Millionen Euro erwartet. Diese Lücke erklärt, warum die Aktie derzeit rund 26 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt notiert.
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Die Einschätzungen der Analysten spiegeln die Unsicherheit wider: Berenberg und RBC sehen in der schlankeren Struktur Chancen und nennen ein Kursziel von 10 Euro. Die Deutsche Bank bleibt mit 6 Euro deutlich zurückhaltender.
Auf der Aktionärsseite ist Goldman Sachs zuletzt aufgefallen: Die Bank erhöhte ihren Anteil auf 6,12 Prozent — mehr als eine Verdoppelung der zuvor gemeldeten Position. Auch Triton und Mubadala halten jeweils über 5 Prozent.
Der 8. April wird zeigen, wie überzeugend Evotec die Umsetzung des Sparprogramms und die Dynamik im Biologics-Geschäft kommuniziert. Eine Q1-Mitteilung Anfang Mai liefert dann den nächsten konkreten Datenpunkt.
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