Evotec startet mit leichten Verlusten in den Freitag, nachdem der Kurs am Vortag noch deutlich zugelegt hatte. Der Titel ringt im frühen Handel um die Zone um 6,20 Euro, während Analysten weiterhin klar höher liegende Kursziele ausweisen. Gleichzeitig sorgen Short-Seller-Aktivitäten und die Situation rund um Großaktionär JPMorgan für ein nervöses Umfeld.
Aktueller Handel und Marktdaten
Am Morgen wird die Aktie in Stuttgart bei 6,14 Euro gehandelt, ein Minus von 0,68 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Xetra war der Kurs gestern mit einem Tagesplus von 4,45 Prozent bei 6,19 Euro aus dem Handel gegangen, auf Tradegate lag der Schluss ebenfalls bei 6,20 Euro.
Die Kombination aus starkem Anstieg am Donnerstag und dem verhaltenen Start heute deutet auf Gewinnmitnahmen hin. Das Xetra-Orderbuch zeigte zum Vortagesschluss ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis von Kauf- und Verkaufsorders (Ratio 0,949), was auf Unsicherheit unter den Marktteilnehmern schließen lässt.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
- Aktueller Kurs (Stuttgart): 6,14 Euro (-0,68 %)
- Performance 1 Jahr: -23,29 %
- Marktkapitalisierung: ca. 1,05 Mrd. Euro
- Durchschnittliches Analysten-Kursziel: 9,55 Euro
- 52-Wochen-Tief: 4,91 Euro
Großaktionär JPMorgan und externe Unruhe
Auf der Anteilseignerseite spielt JPMorgan Chase eine sichtbare Rolle. Die US-Bank meldete zuletzt zum Stichtag 16. Januar einen Gesamtanteil von 4,45 Prozent. Meldungen zu größeren Aktionären werden in einem volatilen Wert wie Evotec genau beobachtet, da Positionsveränderungen spürbare Kursbewegungen auslösen können.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält JPMorgan durch eine am heutigen Freitag eingereichte Klage von Donald Trump gegen die Bank und CEO Jamie Dimon. Operativ betrifft dies Evotec zwar nicht, doch Auseinandersetzungen rund um einen wichtigen Aktionär erhöhen in sensiblen Marktphasen häufig die Nervosität bei Privatanlegern. Die JPMorgan-Aktie selbst zeigte sich im US-Handel zuletzt stabil.
Short-Seller und fundamentale Lage
Parallel dazu bleibt der Druck von der Short-Seite präsent. Nach Berichten von 4investors haben Leerverkäufer ihre Positionen bei Evotec und anderen TecDAX-Werten neu ausgerichtet. Damit bleibt die Aktie im Spannungsfeld zwischen der fundamentalen Bewertung und spekulativen Engagements auf fallende Kurse.
Fundamental ist das Bild gemischt. Für 2024 stehen Erlöse von 797 Millionen Euro einem Nettoverlust von 196 Millionen Euro gegenüber. Auch für 2025 wird weiterhin ein Verlust je Aktie von rund -0,16 Euro erwartet. Diese Belastungen treffen auf ein durchschnittliches Analysten-Kursziel von 9,55 Euro und damit auf ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von mehr als 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau.
Charttechnik und Ausblick
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der Rückgang unter 6,15 Euro zum Wochenausklang signalisiert, dass der Markt den Bodenbildungsprozess noch nicht abgeschlossen hat. Kurzfristig gilt die Zone um 6,00 Euro als wichtige Unterstützung.
Ein Bruch dieser Marke könnte einen erneuten Test des 52‑Wochen-Tiefs im Bereich von knapp 5 Euro nach sich ziehen. Stabilisiert sich der Kurs dagegen oberhalb von 6,00 Euro und lassen Short-Seller-Aktivitäten nach, rücken die deutlich höher liegenden Analystenziele wieder stärker in den Vordergrund.
Evotec-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evotec-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Evotec-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evotec-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Evotec: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
